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  • Titel
    Bodenveränderungen auf Waldstandorten in der nördlichen oberrheinischen Tiefebene
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2007
  • Illustrationen
    6 Abb., 4 Tab., 27 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    5393
  • Datensatznummer
    200140209
  • Quelle
  • Abstract
    Anhand von Ergebnissen von Bodeninventuren und Umsatzmessungen in zwei größeren Waldkomplexen im Ballungsraum Rhein-Neckar (SW-Deutschland) wird der menschliche Einfluss auf Waldböden der Nördlichen Oberrheinischen Tiefebene dargestellt und diskutiert. Es handelt sich um sandige Böden (Saure Braunerden, Bänderparabraunerden) mit teilweise geringen Humusvorräten. In jüngster Zeit hat sich die früher verbreitete N-Mangelsituation deutlich in Richtung N-Sättigung entwickelt, obwohl die Systeme immer noch N zurückhalten. Die Böden besitzen relativ günstige Humusformen (Mull-Moder-Übergänge) und sind durch C/N-Verhältnisse <25 gekennzeichnet. Der Ernährungszustand der Kiefembestände ist durch N-Überversorgung und entsprechende Nährstoffungleichgewichte gekennzeichnet. Bodenmikrobiologische Untersuchungen verdeutlichen eine hohe Aktivität, wobei sich die N-Nachlieferung durch große Nitrat-Anteile (trotz sehr tiefer pH-Werte im Oberboden) auszeichnet. Diese Situation wird auf das hohe N-Eintragsniveau in diesem urban-industriellen Raum zurückgeführt. Die in den 1970/80er Jahren starke Beeinflussung durch atmogene Stoffeinträge kommt auch in der Akkumulation von Schwefel und Schwermetallen in den organischen Auflagen zum Ausdruck. Bei der forstlichen Nutzung dieser Sandstandorte hat der pflegliche Umgang mit den Humusvorräten - gerade auch im Hinblick auf den Grundwasserschutz - allergrößte Bedeutung.