Titel
Versuchserfahrungen mit Roundup (Glyphosate) in der Forstwirtschaft
Verfasser
Erscheinungsjahr
1978
Illustrationen
2 Abb., 2 Tab., 5 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4017
Datensatznummer
200139781
Quelle
Abstract
In der Landwirtschaft hat sich der herbizide Wirkstoff Glyphosate seit vielen Jahren ausgezeichnet bewährt. Durch die Vielseitigkeit seiner Anwendungsmöglichkeiten kann er auch in der Forstwirtschaft zur Lösung von Unkrautproblemen eingesetzt werden. In zahlreichen Versuchen wirkte Glyphosate gegen perennierende Forstunkräuter und -gräser, wobei auch die annuellen Unkräuter erfaßt wurden. Diese große Wirkungsbreite eröffnet viele Anwendungsmöglichkeiten. In Vergleichsversuchen mit dem Wuchsstoff 2,4,5-T zeigte es nicht nur eine gute Wirkung gegen Unkräuter und Strauchholz, sondern es erfaßte auch die meisten Waldgräser und den hartnäckigen Adlerfarn. Auf Grund dieser herbiziden Eigenschaften ist Glyphosate vorzüglich zur Unkrautbekämpfung auf Kahlflächen und Ödland geeigent, die zur Aufforstung vorgesehen sind. Die beste Wirkung wird im Rahmen dieser Kulturvorbereitung bei der Anwendung im august mit 1,8 kg/ha a. S. Glyphosate erzielt. In Forstkulturen kann Glyphosate ganzflächig mit 1,0 kg/ha a. S. bei Nadelbaumarten nach Abschluß der Vegetationszeit eingesetzt werden, wobei die verdämmenden Baum- und Straucharten wie Birke und Aspe besonders gut getroffen werden. Bei dieser Herbstanwendung zur Kulturpflege wie auch auf den Freiflächen ersetzt Glyphosate durchaus das 2,4,5-T. Die positiven Versuchsergebnisse ermutigen aber dazu, Glyphosate breitgefächert in der Praxis zu erproben, so daß in Zukunft dadurch nicht nur ein möglicher Einsatz für 2,4,5-T entstehen kann, sondern eine Bereicherung des Herbizidangebotes für die Forstwirtschaft.