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  • Titel
    Haplotypenbestimmung als Hilfsmittel : Zuordnungsmöglichkeiten von Eichenbeständen zu ihren nacheiszeitlichen Gründerpopulationen bzw. Herkunftsregionen
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Recklinghausen
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2004
  • Illustrationen
    12 Abb., 1 Tab., 12 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einem BuchUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    15651
  • Datensatznummer
    200138894
  • Quelle
  • Abstract
    In einem europaweit durchgeführten Projekt wurden Untersuchungen zur geografischen Verbreitung von Haplotypen der Eiche durchgeführt. Hierbei ergaben sich insbesondere in West- und Osteuropa ausgeprägte Zusammenhänge zu den eiszeitlichen Refugien bzw. den nacheiszeitlichen Rückwanderungswegen, während in Mitteleuropa eine Vermischung zwischen Linien und Haplotypen festzustellen ist. Einige Haplotypen können eindeutig einer (begrenzten) Ursprungsregion zugeordnet werden, bei anderen ist dies nicht möglich. So haben in Nordrhein-Westfalen untersuchte Bäume, die Träger des Haplotyps 2 sind, ihren Ursprung in Süd- oder dem südöstlichen Mitteleuropa, und da dieser Haplotyp auch in Kroatien vorkommt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um slawonische Eiche. - Über Laboruntersuchungen konnte auch für einige ausgewählte Abteilungen, die hinsichtlich ihrer Stamm- und Kronenform eine fremdländische Herkunft vermuten lassen, ein fremdländischer Haplotyp festgestellt werden. Untersuchungen von Altbäumen und Haubergsbeständen gaben Hinweise, dass Haplotyp 4 einer der ursprünglichen Haplotypen im Siegerland sein dürfte. Das Auftreten mehrer Haplotypen in einem Bestand, insbesondere wenn diese aus unterschiedlichen eiszeitlichen Refugien stammen, sind ein Indiz für künstliche Bestandesbegründungen.