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  • Titel
    Der Bergwald und seine hydrologische Wirkung - eine unterschätzte Größe?
  • Verfasser
  • Konferenz
  • Erscheinungsort
    Freising
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Illustrationen
    7 Abb., 1 Tab., 33 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13466
  • Datensatznummer
    200138646
  • Quelle
  • Abstract
    In Zeiten einer Häufung von Schadereignissen durch Hochwasser, Muren und Rutschungen wird zwangsläufig die Frage nach der Effizienz der bisherigen technischen Maßnahmen, flächenwirtschaftlicher Eingriffe und der Bewirtschaftung der Oberfläche von solchen Ereignissen betroffener Gebiete gestellt. Eine gute Waldausstattung in alpinen Einzugsgebieten wurde früher als Versicherung gegen Naturgefahren angesehen. In den letzten Jahren wird jedoch die Wirkung der Waldvegetation als Schutz vor Naturgefahren immer stärker hinterfragt. Im Folgenden wird die hydrologische Wirkung der Waldvegetation in alpinen Einzugsgebieten kurz diskutiert. Die Autoren zeichnen ein überwiegend positives Bild der Waldwirkung. Es beruht auf den Ergehnissen von hydrologischen Untersuchungen und Analysen von Schadereignissen in einer Vielzahl von Wildbacheinzugsgebieten des Ostalpenraumes. In einer Reihe in den letzten Jahren erschienener Arbeiten wird die hydrologische Wirkung der Waldvegetation insbesondere bei Niederschlägen langer Dauer kritisch hinterfragt. „Bei gleichen Niederschlagverhältnissen kann somit der Wald, je nach Bodenbedingungen, eine Schutzwirkung haben oder nicht" formulieren Hegg et al. (2004). Burch et al. (1996) stellten im Zuge ihrer Analysen von drei Einzugsgebieten keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Bewaldungsgrad und Hochwasserabflussspitzen fest. Cosandey et al. (2005) erhielten bei der Auswertung mehrerer forsthydrologischer Studien in Südfrankreich deutlich divergierende Ergebnisse, von hoher Waldwirkung bis zu keinem Unterschied zwischen Wald und Grasland in der Abflussbildung. Im Folgenden zeichnen die Autoren dennoch ein überwiegend positives Bild der Waldwirkung. Es beruht auf den Ergebnissen von Untersuchungen und Analysen von Schadereignissen in einer Vielzahl von Wildbacheinzugsgebieten des Ostalpenraumes.