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  • Titel
    Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Niederschlagsereignisse aus?
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Freising
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Illustrationen
    8 Abb., 3 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13466
  • Datensatznummer
    200138642
  • Quelle
  • Abstract
    Es ist unumstritten, dass sich das Klima in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat. Um Aussagen treffen zu können, wie es sich zukünftig ändern könnte, wurden globale und regionale Klimamodelle entwickelt, deren Güte mit Hilfe einer Simulation der vergangenen Klimaentwicklung und eines Vergleichs mit unabhängigen Beobachtungen eingeschätzt wird. Klimaszenarien für die Zukunft werden mit unterschiedlichen Entwicklungen der Emissionen von CO2 und SO2 berechnet. Abhängig davon, welche Emissionsentwicklung zu Grunde liegt, kann sich die globale mittlere Temperatur um 1,5°C bis 5,5°C bis Ende des 21. Jahrhunderts erhöhen. Will man Aussagen über regionale Änderungen treffen, bettet man regionale Modelle in die globalen Modelle ein. Am Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) wurde dafür das regionale Klimamodell REMO entuickelt. Es liefert detaillierte Informationen auch für schwierig zu modellierende Regionen wie etwa die deutschen Mittelgebirge. Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wurden drei Szenarien - B1, A1B und A2 (niedrige, mittlere und hohe Emissionsraten) - erstellt. Folgende Ergebnisse lassen sich für das Ende des 21. Jahrhunderts zusammenfassen: Anstieg der mittleren Jahrestemperatur in Deutschland um bis zu 4°C (abhängig von der Emissionsrate und Region); stärkste Erwärmung im Süden und Südosten; im Sommer in weiten Teilen Deutschlands weniger Niederschläge; im Winter im Süden und Südosten mehr Niederschlag; weniger Niederschläge in Form von Schnee. Von besonderem Interesse ist es, zu erfahren, ob und wenn ja, in welchem Umfang, extreme bzw. seltene Ereignisse (z. B. Hitzewellen, Starkniederschläge) vorkommen werden. Deshalb werden die Klimaszenarien am MPI-M derzeit genau analysiert.