Titel
Lebensraumverlust und Landschaftsfragmentierung am Beispiel zweier Gemeinden in Salzburg (Österreich)
Paralleltitel
Loss of biotopes and fragmentation of the landscape in the Federal Province of Salzburg (Austria) exemplary shown for two municipalities
Verfasser
Erscheinungsort
Salzburg
Verlag
Erscheinungsjahr
2007
Illustrationen
4 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
12716
Datensatznummer
200137724
Quelle
Abstract
Die letzten sechzig Jahre waren geprägt durch einen massiven Verlust an natürlichen und naturnahen Lebensräumen. Die Fragmentierung der Landschaft, einhergehend mit der Vernichtung unterschiedlicher Lebensräume und der Verinselung von Biotopen und Habitaten, führte zu einem erheblichen Artenrückgang. Diese negative Entwicklung ist allgemein und hinreichend bekannt, jedoch wenig dokumentiert. Ziel des vorliegenden Beitrages ist es daher, dies am Beispiel der Gemeinden KoppI und Eugendorf im Flachgau (Bezirk Salzburg-Umgebung) für einige Aspekte konkret darzustellen. Als Basis dienten die Ergebnisse der Biotopkartierung Salzburg, ergänzt durch eigene Gebietskenntnis und Geländeerhebungen in den genannten Gemeinden. Ausgewertet wurden nur ausgewählte Biotoptypen, für die historische Vergleichsdaten vorliegen. Den Schwerpunkt bilden Feuchtflächen im weiteren Sinn, zu denen beispielsweise offene Hochmoore, saure und kalkreiche Niedermoore, Großseggen-Sümpfe, Streuwiesen, zweischürige Futtergraswiesen, aber auch degenerierte Bestände wie Feuchtlandschaftsreste zählen. Die Flächenverluste wurden anhand von verschieden alten Luftbildern ermittelt. Dafür wurden Luftaufnahmen aus den Jahren 1953 bzw. 1969 und 1987 sowie aktuelle Farb-Orthofotos von der Befliegung 2002 herangezogen. Auch der Vergleich der Daten der Biotopkartierung mit den etwa 25 Jahre alten Angaben des Tümpelkatasters der Naturschutz-Abteilung führte zu interessanten Ergebnissen in Bezug auf Stillgewässer. Weiters wurde der Flächenverbrauch durch Siedlungsentwicklung und Ausbau des Straßennetzes seit 1953 untersucht. Die aktuelle Verbreitung von sechs Pflanzenarten der Roten Liste (Wittmann et al. 1996) wurde zu konkreten historischen Fundangaben in älteren floristischen Werken (vgl. u.a. Hinterhuber & Hinterhuber 1851, Fugger & Kastner 1899, Leeder & Reiter 1958) in Bezug gesetzt, um die Konsequenzen dieser Entwicklung für gefährdete Arten abschätzen zu können.