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  • Titel
    Genetic analysis of an isolated red deer (Cervus elaphus) population showing signs of inbreeding depression
  • Paralleltitel
    Genetische Analysen einer isolierten Rotwildpopulation (Cervus elaphus) zeigt Anzeichen von Inzuchtdepression
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Heidelberg
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2007
  • Illustrationen
    2 Abb., 2 Tab., 61 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8032
  • Datensatznummer
    200137490
  • Quelle
  • Abstract
    In der vorliegenden Studie analysierten wir 18 Rotwildproben von einer kleinen, isolierten Population (N-50) aus Schleswig-Holstein, Norddeutschland, bezüglich ihrer Variabilität an neun polymorphischen MikroSatelliten Loci und 439 bp der mitochondrialen DNA Kontrollregion. In der Population wurden mehrere Fälle von Brachygnathie (verkürzter Unterkiefer), welche häufig mit Inzuchtdepression verbunden sind, festgestellt. Die genetische Variabilität war im Vergleich mit anderen Europäischen Rotwildpopulationen einschließlich der Nachbarpopulation, von der sich die in der Studie untersuchte Population vor 130 Jahren trennte, sehr gering. Die effektive Populationsgröße wurde auf sieben Individuen geschätzt, das entspricht einer Steigerung in der Inzucht (oder dem Verlust der Heterozygosität) von 7% in jeder Generation. Dieser Wert ist siebenmal höher als der theoretische Schwellenwert, bis zu dem die natürliche Selektion der Fixierung von schädlichen Allelen im Genpool entgegenwirkt. Dem entsprechend braucht die Population dringend genetischen Input aus anderen Populationen um den negativen Effekt von zufälligem Gendrift und Inzucht zu bewältigen. Unserer Kenntnis nach ist diese Studie eine der ersten, die eine genetische Analyse einer Rotwildpopulation durchführt, welche starke Anzeichen einer Inzuchtdepression aufweist.