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  • Titel
    Untersuchungen zur Funktionsfähigkeit der ersten Wildbrücke Brandenburgs
  • Paralleltitel
    Investigations to effectiveness of the first game brigde of Brandenburg
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Berlin
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Illustrationen
    3 Abb., 4 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8541
  • Datensatznummer
    200136645
  • Quelle
  • Abstract
    Landschaftszerschneidungen haben vielfältige negative Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere. Tierarten mit hohem Raumanspruch sind am stärksten betroffen. Wildspezifische Bauwerke können Zerschneidungseffekte an Verkehrstrassen deutlich verringern. Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin wurde 2005 Brandenburgs erste Grünbrücke über die BAB 11 am km 57,15 fertiggestellt. Wissenschaftliche Untersuchungen begleiten die Erfolgskontrolle zur Funktionsfähigkeit der Grünbrücke als Wildtierpassage. Mit Hilfe einer Video-Überwachungsanlage wurden die Wildbewegungen auf der Grünbrücke im Zeitraum von Mai 2005 bis April 2006 ermittelt. Häufigster „Nutzer" der Grünbrücke ist das Damwild. Daneben wechselt Rehwild, Schwarzwild, Feldhase, Rotfuchs, Dachs, Marder und Marderhund über die Brücke. Die Überquerung der Autobahn erfolgt überwiegend nachts, die meisten Wildtiere ziehen ruhig oder sogar äsend über die Grünbrücke. Ein Nachweis der Brückennutzung durch die Indikatorart Rotwild konnte bislang nicht erbracht werden. Störende Einflüsse von Menschen auf der Grünbrücke nehmen im Verlauf der Untersuchungen ab. Im Bereich der Grünbrücke wurde die Autobahn Ende 2004 teilweise wilddicht gezäunt. Die Tendenz von Wildunfällen ist rückläufig. Gegenwärtig laufen im Bereich der Grünbrücke außerdem Telemetrie-Projekte an Rot- und Damwild sowie Markierungsarbeiten an Schwarzwild zur Untersuchung des RaumZeit-Verhaltens der Wildtiere. Die Erfolgskontrolle ist auf 10 Jahre ausgelegt.