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  • Titel
    Störgrößen und Steuermechanismen in der Bergwalddynamik
  • Paralleltitel
    Dynamics in mountain forests - natural disturbances and regulatory mechanisms
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Illustrationen
    3 Abb., 20 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einem BuchUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    15488
  • Datensatznummer
    200135978
  • Quelle
  • Abstract
    Die Dynamik von Bergmischwäldern wird durch standörtliche Gegebenheiten, durch inner- und zwischenartliche Konkurrenz sowie durch unterschiedliche Störeinflüsse bestimmt. Der Urwald Rothwald und die belassene Windwurffläche „Edelwies" im Wildnisgebiet Dürrenstein, einem reinen Forschungsgebiet der lUCN-Kategorie la, erlauben in einer für Mitteleuropa einzigartigen Flächendimension Grundlagenstudien darüber, wie Störgrößen und Steuermechanismen in der Bergwalddynamik wirksam werden. In enger Verknüpfung mit einem FWF-Projekt („Walddynamik mitteleuropäischer Fichten-Tannen-Buchen-Urwälder, Fallstudie Rothwald, Österreich", P14.583) werden verschiedene Themenschwerpunkte behandelt: a) Herleitung der Sturm- und Borkenkäferanfälligkeit mittels diverser Prädispositionsschätzmodelle, b) Berechnung des Borkenkäferrisikos (unter Einbindung eines Borkenkäferentwicklungsmodells sowie relevanter Antagonisten), c) Herleitung der Schäl- und Verbissdisposition, d) Untersuchung der Rolle von Kleinsäugern und Wildwiederkäuern für die Naturverjüngung im Wald, e) Simulation von Stoffkreisläufen in unbewirtschafteten Urwaldökosystemen mittels BGC-Modellen, f) Rekonstruktion des noch liegenden Windwurfbestands für verschiedene Simulationsläufe. Diese Teilbereiche sind nicht nur in Bezug auf die Dynamik von Urwaldsystemen von Relevanz, sondem können auch für bewirtschaftete Wälder bzw. Forstbetriebe sowie für den Naturschutz wesentliche Orientierungsgrundlagen liefern. Insgesamt geht es darum, verschiedene Hypothesen und Erklärungs- bzw. Prognosemodelle zur Urwalddynamik, zur Vorhersehbarkeit von Schadereignissen, zur ökosystemaren Bedeutung von Kleinsäugern, aber auch zum unterstellten Nullwachstum im Urwald für mitteleuropäische Verhältnisse zu testen.