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  • Titel
    Ausbau der Flüsse und die Auswirkungen auf einheimische Pappelvorkommen -Beispiel Oberrhein
  • Paralleltitel
    River course development and its impacts on the occurrence of native poplars - an example from the Upper Rhine
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Alfeld
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Illustrationen
    4 Abb.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200135681
  • Quelle
  • Abstract
    Die historische Rheinaue des 17. Jahrhunderts war waldarm, sie hatte Siedlungen in der Aue und beträchtliche Acker- und Wiesenflächen. Vor der Rheinkorrektion (1700-1840) fanden großflächige, künstliche Flusslaufverlegungen in der Rheinaue statt. Bei der Korrektion des Rheins (nach 1840) wurde der durchschnittlich bis zu 2 km breite Rhein auf 200-300 m eingeengt. Das nicht mehr benötigte Flussbett (Breite 1,5-2,5 km) wurde systematisch durch Anlandung zum terrestrischen Standort umgewandelt. Dort wurden die heutigen Auewälder künstlich aufgebaut. Die einheimische Schwarz-Pappel hatte um 1800 nur geringe Anteile am Aue-Gebüsch der Rheinaue. Dagegen erreichte die Pyramiden-Pappel, ein Schwarz-Pappelimport aus Oberitalien, zwischen 1800 und 1900 durch konsequenten Anbau größere Bedeutung als die einheimische Schwarz-Pappel. Historisch und aktuell ist die Silber-Pappel ein fester Bestandteil des Rheinauewaldes. Sie verjüngt sich natürlich. Schutz, Anbau und Vermehrung der einheimischen Schwarz-Pappel als Baum des Jahres 2006 sind Ausdruck nachhaltiger Bemühungen der Forstwirtschaft um den Schutz gefährdeter Arten des Flussauewaldes.