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  • Titel
    Nectria-Arten an Buchenrinde mit Phloemnekrosen
  • Paralleltitel
    Nectria species associated with rough bark in beech (Fagus sylvatica L.)
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Trippstadt
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Illustrationen
    7 Abb., 13 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12142
  • Datensatznummer
    200135476
  • Quelle
  • Abstract
    Im Zusammenhang mit der Buchenkomplexkrankheit werden neben den „klassischen" streifenförmigen Rindennekrosen (mit Nectria coccinea) seit einigen Jahren kleinflächige Phloem-(= Weichbast-)nekrosen und teilweise eine ungewöhnliche Grobborkigkeit beobachtet. Die Ätiologie ist insofern von Bedeutung, als diese Phloemnekrosen möglicherweise prädisponierend für „primären" Käferbefall an stehenden Buchen wirken. Von insgesamt fast 2.000 Einzelproben wurden 1.602 Pilzmycelien aus 47 Taxa isoliert. Am häufigsten waren davon N. coccinea und N. ditissima, welche mit einer Frequenz von 13,8 % bzw. 10,0 % der Einzelproben vorkamen. Die Analyse der Pilzpopulationen ergab, dass N. coccinea, Erreger des Buchenrindensterbens, sowie N. ditissima, Erreger von Buchenkrebs, mit deutlich höherer Frequenz in den grobborkigeren Bereichen vorhanden waren. Dies legt eine Rolle dieser Pilze bei der Entstehung der Grobborkigkeit nahe. Hinweise auf einen Befall durch Phytophthora-Arten wurden nicht gefunden. 39 der 142 gewonnenen Proben (Rindenschwarten) wiesen Bohrlöcher von holzbrütenden Borkenkäfern auf, fast ausschließlich durch Trypodendron domesticum. Die Grobborkigkeit geht mit einem häufigeren Befall mit N. ditissima einher. Es wurde auch ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Vorkommen von Bohrlöchern dieses Käfers und dem Befall durch N. ditissima, nicht jedoch mit N. coccinea festgestellt. Je häufiger Kambiumnekrosen an den untersuchten Rindenschwarten vorhanden waren, desto gorbborkiger war die Rinde. Je grobborkiger die Rinde war, desto häufiger waren Bohrlöcher und Brutsysteme von T. domesticum an den untersuchten Proben vorhanden. Es ist anzunehmen, dass pilzlich bedingte Kambiumnekrosen den Stehendbefall durch T. domesticum begünstigen.