Titel
Stehendbefall von Fagus sylvatica L. mit Trypodendron - anatomische Untersuchungen
Paralleltitel
Infestation of standing Fagus sylvatica L. mature trees by Trypodendron - anatomical studies
Verfasser
Erscheinungsort
Trippstadt
Verlag
Erscheinungsjahr
2006
Illustrationen
23 Abb., 22 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
12142
Datensatznummer
200135467
Quelle
Abstract
Zur Klärung der Befallsursache und der genetischen Prädisposition wurde im Paarversuch die Anatomie von Rinde und Holz Trypodendron - befallener und unbefallener Stehend-Buchen miteinander verglichen. Als weitere Kontrollen dienten befallsfreie Buchen anderer Standorte, ferner Buchen mit Buchenwollschildlausbefall, Schleimfluss und „Manganflecken". Rindennekrosen unterschiedlicher Tiefe, wie sie nach Buchenwollschildlausbefall beschrieben wurden, treten bei Trypodendron - befallenen und nicht befallenen Partnern der Stehend - Buchenpaare auf, sind aber bei gesunden Buchen sehr flach und sehr selten. Trotz starker Zerklüftung der Rinde nimmt der Anteil lebender Rinde bei Trypodendron - Stehendbefall nicht ab. Der Anteil sklerotischer Zellen an der lebenden Rinde ist bei Trypodendron - Stehendbefall geringer. Die Anatomie von leitendem Phloem und jüngstem Holz weist nicht auf eine akute Störung des Kambiums als Voraussetzung für den Trypodendron - Stehendbefall hin. Trypodendron - befallene Stehend - Buchen, aber auch die unbefallenen Partner, zeigen im Holz Strahlproliferationen mit parenchymatischem Zentrum, wie sie nach Buchenwollschildlausbefall beobachtet wurden. In ihrer Peripherie findet man anomale Holzbildung, aber auch verthyllte Gefäße, Gerbstoffeinlagerung und eine erhöhte Zellwand-Einlagerung von Polyphenolen. Die Holzstrahlproliferationen gehen auf eine Störung der Kambiumaktivität zurück. Derartige Holzstrahlproliferationen sind sehr selten bei Kontrollbuchen mit flachen Rindennekrosen, treten aber auch bei akutem Buchenwollschildlausbefall und am Rande vom Schleimfluss auf und sind identisch mit den Manganflecken im Holz. Es gibt keine Anzeichen für genetisch bedingte strukturelle Unterschiede im Holz, die einen Trypodendron - Befall begünstigen.