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  • Titel
    The use of landscape indices in studies of the effects of habitat loss and fragmentation : A survey of 566 peer-reviewed studies
  • Paralleltitel
    Die Verwendung von Landschaftsindizes in Studien zu Effekten von Habitatverlust und -fragmentierung
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Stuttgart
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Illustrationen
    2 Abb., 36 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14217
  • Datensatznummer
    200134525
  • Quelle
  • Abstract
    Es werden 566 begutachtete Studien (1998 bis 2002) über die Effekte von Habitatfragmentierung ausgewertet, um zu prüfen, wie und in welchem Umfang landschaftsökologische Forschung Landschaftsindices (LIs) verwendet. Die Ergebnisse zeigen, dass (1) viele LIs selten genutzt werden (nur 55 von 91 LIs werden von mindestens einer Studie zitiert) und (2) eine deutliche Zweiteilung besteht zwischen Feldstudien und solchen, die auf Fernerkundungs- oder GIS-Technologien basieren. Feldstudien tendieren dazu, ein bis zwei einfache LIs zu gebrauchen, etwa die „Patchgröße“ (patch area) oder die „Distanz zur nächsten Patchkante“ (distance to edge), und fokussieren hauptsächlich auf ein Muster (z.B. Artenvielfalt pro Patchgröße) oder einen Prozess (z.B. Nestraub am Waldrand). Im Gegensatz dazu tendieren Fernerkundungs- oder GIS-basierte Studien zur Nutzung einer Variationsbreite komplexerer LIs. Sie fokussieren auf die Beschreibung vielfältiger Aspekte von Mustern und berücksichtigen kaum deren Bedeutung für Prozesse. Vögel und Säuger zählen zu den häufigsten untersuchten Taxa. Eine Untergruppe von 36 Studien beschäftigt sich mit den Effekten von Straßen auf die Biodiversität oder Landschaften. Die Mehrheit der Studien scheint wenig zum Verständnis der Beziehung zwischen Muster und Prozess beizutragen, meist wegen einer unzulänglichen und unpassenden Anwendung der LIs zur Hypothesen-Überprüfung. Vor dem Hintergrund der hier gefundenen Ergebnisse wird empfohlen, (1) derzeit keine weiteren LIs zu entwickeln, (2) sorgfältig die mit der Anwendung eines LIs beabsichtigten Ziele zu prüfen, deren Sensitivität gegenüber Veränderungen, angemessene räumliche und zeitliche Skalen sowie die Messfrequenz zu berücksichtigen, (3) mehr Disziplin bei der Beschreibung und Nutzung von LIs walten zu lassen, (4) der Entwicklung neuer LIs ökologische Prinzipien und Fragestellungen zugrunde zu legen und (5) LIs dort anzuwenden, wo sie geeignet sind zum Verständnis der Interaktion zwischen Muster und Prozess beizutragen – dieses sollte eine Schlüsselfunktion der Landschaftsökologie sein.