Titel
Erfolgskontrolle der Vegetationsdynamik : Thur: Stand der Forschung 2005
Verfasser
Verlag
Erscheinungsjahr
2006
Illustrationen
15 Abb., 15 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
8070
Datensatznummer
200133893
Quelle
Abstract
Zwischen 2002 und 2005 wurde die Auenvegetation an 7 Stellen entlang der Thur zwischen Bürglen TG und Gütighausen ZH beschrieben, um ihre Dynamik zu verfolgen. Die Vegetationserhebungen wurden mit permanenten Transekten durchgeführt, welche durch das Hauptgerinne, das Hochwasserbett und den Auenwald führen. Die Untersuchungsstellen wurden im Rahmen der 2. Thurkorrektion festgelegt. Die Aufweitungen des Hauptgerinnes bestehen aus Pionierkrautfluren auf Kiesbänken, in welchen die Artenvielfalt stark von den Hochwassern der Thur abhängt. auf den abgesenkten Hochwasserbetten, die der natürlichen Evolution überlassen wurden, entwickelten sich in den verengten eingedämmten Strecken des Flusses fehlen. Die untersuchten Auenwälder entsprechen in ihrer Artenzusammensetzung dem Eschenwald, obwohl die Krautgesellschaften des Unterholzes stabile und frische Stellen charakterisieren. Die Hypothese wurde aufgestellt, dass die Auenwälder in der Nähe der Aufweitungen noch nicht die nötige Zeit für ihre Regeneration erhalten haben. Die Erfolgskontrolle der Vegetation zeigt, dass eine Aufweitung im Ausmass der doppelten Breite des korrigierten Flusses, die Entwicklung von Pionierkrautgesellschaften und Gebüschen im Hauptgerinne ermöglicht. Die ideale Kombination besteht aus einem verbreiterten Hauptgerinne, einem abgesenkten Hochwasserbett, welches der natürlichen Entwicklung überlassen wird, sowie aus einem mit dem Flusslauf verbundenen Auenwald. Die Aufweitung der Aue bei Schäffäuli ist deshalb ein gutes Beispiel.