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  • Titel
    Die Lorbeerwälder der Kanarischen Inseln : Ökologische Probleme und Naturschutz
  • Paralleltitel
    Laurel forests of the Canary Islands: Ecological problems and nature conservation
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Stuttgart
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Illustrationen
    5 Abb., 19 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8630
  • Datensatznummer
    200133149
  • Quelle
  • Abstract
    Lorbeerwälder wachsen als Nebelwälder auf den fünf gebirgigen Westinseln des Kanarischen Archipels (sowie auf Madeira und den Azoren). Durch Abholzung und Waldbrand gingen auf den einzelnen Inseln 48,0-99,5% der ursprünglichen Waldfläche verloren. Die verbliebenen Wälder werden heute durch Fragmentierung, Isolation und die Veränderung der Waldstruktur beeinflusst. Die veränderte Waldstruktur lässt sich insbesondere auf forstliche Nutzung zurückführen, z.B. auf Substitution artenreicher Primärwälder durch Neophytenforste oder durch von Erica arborea und Myrica faya dominierte Sekundärwälder infolge von Kahlschlägen. Auch die Anlage von Waldwegen und ihre touristische Nutzung verursacht Strukturveränderungen, da E. arborea dort in Primärwaldbereiche einwandern und sich weiter ausbreiten kann. Ein spezifisches ökologisches Problem, dessen naturschutzfachlichen Konsequenzen bisher kaum abschätzbar sind, ist die Ausbreitung invasiver Tierarten. Die derzeitigen Schutzgebiete werden aufgelistet und die bestehenden Naturschutzbemühungen in den Wäldern diskutiert.