Titel
Räumliche Verteilung und waldbauliche Nutzung des Naturverjüngungspotenzials von Stiel- und Trauben-Eiche im Land Brandenburg
Verfasser
Erscheinungsort
Eberswalde
Verlag
Erscheinungsjahr
2006
Illustrationen
6 Abb.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
14039
Datensatznummer
200133056
Quelle
Abstract
Im brandenburgischen Teil des nordostdeutschen Tieflands kommen in nahezu allen Revieren unabhängig vom Standort Alteichen als Samenbäume für die Ausbreitung der Eichen in Kiefernbestände vor. Die Vorkommensdichte nimmt mit der Trophie und der Wasserversorgung der Standorte von Norden nach Süden ab. Alteichen-Straßengehölze ergänzen im Fall ihrer genetischen Eignung die Alteichenvorkommen auf den Waldflächen in waldbaulich beachtenswertem Maße. In den Kiefern-Althölzern kommt unter der Einwirkung von Fremdstoffeinträgen, einer infolge von Hiebsmaßnahmen regional zunehmenden Konkurrenz verdämmender Arten der Bodenvegetation sowie aufgrund des erheblichen Verbissdrucks der natürliche Verjüngungsprozess oft zum Erliegen. Um Eichennaturverjüngung, insbesondere Hähersaat, zielorientiert in den Waldumbau integrieren zu können, wird die Entwicklung eines praxistauglichen Verfahrens zur bestandesweisen Erfassung der Struktur und Übernahmefähigkeit natürlicher Verjüngung vorgeschlagen. Der damit verbundene Aufwand steht in einem akzeptablen Verhältnis zur zu treffenden Investitionsentscheidung. Anzahl und Verteilung der erfassten Alteichen- und Hähereichenvorkommen verdeutlichen, dass die Beachtung von Mutterbäumen und die Ausnutzung wirtschaftlich akzeptabler Hähersaaten wesentliche Kriterien bei der waldbaulichen Planung des Umbaus der Kiefernforsten sein müssen.