Titel
Enzymaktivitäten in Böden unter unterschiedlicher forst- und landwirtschaftlicher Nutzung
Verfasser
Erscheinungsort
Oldenburg
Verlag
Erscheinungsjahr
2001
Illustrationen
5 Abb., 6 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
14488
Datensatznummer
200131704
Quelle
Abstract
Die untersuchten Parameter Cmic, Nmic, ß-Glucosidaseaktivität und L-Asparaginaseaktivität folgten in den untersuchten Tiefenstufen (0-5, 5-10 und 10-30 cm) der Reihe Brache >landwirtschaftliche Nutzung > Robinia pseudoacacia. Daraus kann geschlußfolgert werden, dass im Boden unter Brache eine größere mikrobielle Aktivität erreicht wird. In den Böden mit Robinia pseudoacacia wurde hingegen die mikrobielle Aktivität im Mineralboden herabgesetzt. Nach den vorliegenden Ergebnissen kann davon ausgegangen werden, dass eine langfristige Bestockung eines Standortes mit einer einzigen spezifischen Pflanzenart eine Abnahme der mikrobiellen Biomasse und eine Abnahme von Enzymaktivitäten in den oberen Mineralbodenhorizonten nach sich zieht. Da die mikrobielle Organismengemeinschaft als Hauptquelle von Enzymen in Böden gilt (Burns, 1978), wurden in den Böden unter Linum usitatissimum und Robinia pseudoacacia auch entsprechend niedrigere Enzymaktivitäten festgestellt. Die negative Korrelation zwischen Cmic und der ß-Glucosidaseaktivität ist ein unerwartetes Ergebnis, da nach Burns (1982) dieses Enzym intrazellulärer Natur ist und nur für kurze Zeit in der wässrigen Phase von Böden überleben kann. Offensichtlich spielen in Böden unter Robinia pseudoacacia Mikroorganismen als Quelle für die ß-Glucosidase eine untergeordnete Rolle und pflanzliche und tierische Zellen scheiden dieses Enzym in größeren Mengen aus.