Titel
Wald im Hochgebirge - Sicherung elementarer Lebensgrundlagen
Verfasser
Erscheinungsort
Frankfurt am Main
Verlag
Erscheinungsjahr
1987
Illustrationen
2 Abb., 8 Fotos, 7 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
15421
Datensatznummer
200131456
Quelle
Abstract
Kennzeichnend für Gebirgslandschaften sind extreme klimatische Bedingungen, denen sich der Bergwald in einer jahrtausendelangen Entwicklung angepasst hat. Durch die menschliche Nutzung veränderte sich die ursprüngliche Baumartenmischung zugunsten der Fichte. Eine gesunde Waldbestockung im Gebirge garantiert Schutz vor Hochwasserkatastrophen, Lawinen und Erosion und sichert zugleich unsere Versorgung mit Trink- und Brauchwasser. Den Erhebungen der Waldschadensinventuren zufolge verschlechterte sich der Gesundheitszustand der Wälder im bayrischen Alpenraum seit 1983 drastisch. Szenarien zeigen, dass bei weiterer hoher Belastung der Wälder mit Schadstoffen viele Infrastruktureinrichtungen durch Lawinen, Muren und Überschwemmungen gefährdet wären. Die Schutzfunktionen des Bergwaldes können langfristig nur erhalten werden, wenn der Ausstoß von Luftschadstoffen drastisch verringert, die überhöhte Schalenwilddichte reduziert und zur Sicherung erosionsgefährdeter Hänge begleitende waldbauliche Maßnahmen (Übergangsstrategien) ergriffen werden. Ziel der Übergangsstrategie ist es, durch Ausbringen von Pionierpflanzen in kurzer Zeit eine Vegetationsschicht heranwachsen zu lassen, in deren Schutz der künftige Waldbestand aufgezogen werden kann.