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  • Titel
    The last glaciers of Greece
  • Paralleltitel
    Die letzten Gletscher Griechenlands = Les derniers glaciers de la Grece
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Berlin
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Illustrationen
    9 Abb., 7 Tab., 52 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    I-13616
  • Datensatznummer
    200130456
  • Quelle
  • Abstract
    Am Berg Smolikas, dem höchsten Gipfel des Pindus-Gebirges in Griechenland, können vier verschiedene Phasen pleistozäner Gletscheraktivität beobachtet werden: somit eine Phase mehr als in den benachbarten Bergregionen. Der jüngste Gletschervorstoß fand nach dem lokalen Gletschermaximum der letzten Kaltzeit statt. Paläoklimatische Rekonstruktionen, basieren auf modernen Gletscher- und Blockgletscher-Klima-Beziehungen, legen die Vermutung nahe, dass das jährliche Temperaturmittel während der letzten Vergletscherung im Pindus-Gebirge um 6.3°C unter dem heutigen lag, jedoch 2.2°C über der kältesten Phase der letzten Kaltzeit. Das Klima der höchsten Abhänge am Berg Smolikas schien nahe der Schwelle zwischen Gletscher- und Blockgletscher zu liegen, mit mehr als 2.000 mm Niederschlag, jedoch weniger als 2.500 mm und Jahresmitteltemperaturen unter -2°C. Der Gletschervorstoß könnte mit einer globalen Abkühlungsperiode während des Heinrich 1 Ereignisses, zwischen 14.310 +/- 200 und 13.960 +/- 14C Jahren, korrelieren, in welcher eine Reihe großer Überflutungen der Boila Felshöhlensequenz in der nahegelegenen Vikos-Schlucht stattfand. Ein Vergleich der Seehöhe der Gletschergleichgewichtslinie (Firnlinie) mit früheren Gletschern im italienischen Appenin legt die Vermutung nahe, dass der Wiedervorstoß des Gletschers während des Aquila-Stadials stattfand, welches mit einer Klimaverschlechterung während der jüngeren Dryas-Chronozone in Verbindung gebracht wird.