Titel
Vergleichende Betrachtung von Verfahren zur Auswertung von Nährstoffsteigerungsversuchen am Beispiel Phosphor
Paralleltitel
Comparison of two procedures to evaluate phosphate-fertilizing field trials
Verfasser
Erscheinungsort
Weinheim
Verlag
Erscheinungsjahr
2005
Illustrationen
4 Abb., 21 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
4181
Datensatznummer
200128272
Quelle
Abstract
Das Wachstum landwirtschaftlicher Kulturen als Funktion des Einsatzes von Wachstumsfaktoren folgt grundsätzlich der "Regel vom abnehmenden Ertragszuwachs", die unter anderem von Mitscherlich (1928) und von Boguslawski und Schneider (1962, 1963, 1964) mathematisch formuliert wurde. Auf Basis dieser zwei Wachstumsfunktionen wurden EDV-Programme zur Auswertung von Feldversuchen und zur Ableitung des wirtschaftlich optimalen Düngerbedarfs entwickelt und mit deren Hilfe die Düngungsoptima aus 43 mehrjährig durchgeführten Phosphat(P)-Steigerungsversuchen abgeleitet und miteinander verglichen. Drei Versuche mit linearer oder überproportionaler Abhängigkeit des Ertragszuwachses von der P-Düngung ließen sich mit beiden Methoden nicht sinnvoll verrechnen. Das Gleiche galt für vier Versuche, bei denen der Höchstertrag bereits in der ersten Düngungsstufe eintrat. In 36 Versuchen, deren Ergebnisse der "Regel vom abnehmenden Ertragszuwachs" entsprachen, ergab sich eine sehr enge Übereinstimmung beider Verfahren hinsichtlich der errechneten Rentabilitätsoptima (R2 = 0,946). Die Korrelationskoeffizienten zwischen dem P-Saldo im Rentabilitätsoptimum und dem CAL-P-Gehalt im Boden zu Beginn des Versuchs lagen bei R2 = 0,70 (Mitscherlich, 1928) und R2 = 0,65 (von Boguslawski und Schneider, 1962, 1963, 1964). Der daraus abgeleitete Bereich für den optimalen P-Vorrat im Boden (P-Düngungsoptimum entspricht P-Abfuhr) lag bei 8-10 mg CAL-P (100 g Boden)-1. Beide Verfahren sind zur Ableitung des P-Düngungsoptimums geeignet, wenn der Ertragsverlauf im Sinne der "Regel vom abnehmenden Ertragszuwachs" erfolgt und wenn die Nährstoffsteigerungsreihe so angelegt ist, dass innerhalb dieser Reihe abnehmende Mehrerträge zu erwarten sind.