Titel
The role of potassium in alleviating detrimental effects of abiotic stresses in plants
Paralleltitel
Die Bedeutung von Kalium für die Verminderung der Schadwirkung abiotischer Stressfaktoren bei Pflanzen
Verfasser
Erscheinungsort
Weinheim
Verlag
Erscheinungsjahr
2005
Illustrationen
6 Abb., zahlr. Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
4181
Datensatznummer
200125913
Quelle
Abstract
Pflanzen, die in ihrer Umwelt Stressfaktoren wie Trockenheit, Kälte, hoher Lichtintensität, Hitze oder Nährstofflimitierung ausgesetzt sind, leiden unter oxidativer Schädigung durch reaktive Sauerstoff-Spezies (ROS), z.B. Superoxiradikal , Wasserstoffperoxid (H2O2) und Hydroxyl-Radikal. Es ist bekannt, dass für die Beeinträchtigung zellulärer Funktionen und Wachstumsminderungen unter Stressbedingungen primär ROS verantwortlich sind. In Pflanzen werden ROS hauptsächlich beim photosynthetischen Elektronentransport und der Aktivierung von membrangebundenen NAD(P)H-Oxidasen gebildet. Es gibt zunehmend Hinweise, die vermuten lassen, dass eine Verbesserung des Kalium (K)-Versorgungszustandes der Pflanzen die ROS-Bildung durch eine Verminderung der Aktivitäten der NAD(P)H-Oxidasen und eine Aufrechterhaltung des photosynthetischen Elektronentransportes stark verringert. Kalium-Mangel verursacht eine starke Abnahme der photosynthetischen CO2-Fixierung und eine Beeinträchtigung der Verteilung und Nutzung von Photosynthaten. Solche Störungen führen zu einem Überschuss von bei der Photosynthese gebildeten Elektronen und dadurch zu einer Erhöhung der ROS-Bildung durch verstärkte Elektronenübertragung of O2. Kürzlich wurde gezeigt, dass die Kapazität der Wurzelzellen von Bohne zur Oxidation von NAD(P)H unter K-Mangelbedingungen deutlich erhöht ist. Die NADPH-Oxidation war bei K-Mangel-Pflanzen im Vergleich zu ausreichend mit K versorgten Pflanzen um bis zu einem Faktor 8 erhöht. Diese Ergebnisse deuten an, dass die Zunahme der ROS-Bildung bei dem photosynthetischen Elektronentransport und den Reaktionen NADPH-oxidierender Enzyme an der Membranschädigung und dem Chlorophyllabbau von K-Mangel-Pflanzen beteiligt sind. In guter Übereinstimmung mit dieser Vermutung war zunehmender K-Mangel mit erhöhter Aktivität von Enzymen verbunden, die an der Detoxifizierung von H2O2 (Ascorbat-Peroxidase) und am Verbrauch von H2O2 bei oxidativen Prozessen (Guaiacol-Peroxidase) beteiligt sind. Darüberhinaus sind K-Mangel-Pflanzen sehr lichtempfindlich und werden schnell chlorotisch und nekrotisch, wenn sie hohen Lichtintensitäten ausgesetzt werden. In Anbetracht dessen, dass die ROS-Bildung beim photosynthetischen Elektronentransport und durch NADPH-Oxidasen besonders hoch ist, wenn die Pflanzen Stressbedingungen in ihrer Umwelt ausgesetzt sind, scheint die Vermutung folgerichtig, dass eine Verbesserung des K-Versorgungszustandes von Pflanzen für deren Überleben bei ungünstigen Umweltbedingungen, wie Trockenheit, Kälte und hoher Lichtintensität, von großer Bedeutung ist. Es werden mehrere Beispiele gezeigt, welche die Rolle von K bei der Verminderung ungünstiger Auswirkungen von abiotischen Stressfaktoren auf die Pflanzenproduktion hervorheben.