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  • Titel
    Die Linien-Intersekt-Stichprobe : Ein Verfahren zur großflächigen Erfassung von liegendem Totholz
  • Paralleltitel
    Line Intersect Sampling - Method for the large-scale identification of lying deadwood
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Stuttgart
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2005
  • Illustrationen
    6 Abb., 27 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14217
  • Datensatznummer
    200125709
  • Quelle
  • Abstract
    Totholz ist eines der bedeutendsten Strukturelemente zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität im Wald. Während stehendes Totholz auf großen Flächen vergleichsweise zuverlässig mit den in der Praxis eingeführten Probekreisinventuren erfasst werden kann, sind Linienstrukturen wie liegendes Totholz mit dieser Methode oft nicht befriedigend zu erheben. Die Suche nach einem Stichprobenverfahren für die großflächige Erhebung von liegendem Totholz führt zu Methoden, die unter der Bezeichnung "Linienstichproben" zusammengefasst werden. Mittels Computersimulation wurde im Rahmen einer Diplomarbeit die "Linien-Intersekt-Stichprobe" (LIS) weiter entwickelt. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, das modelltheoretisch funktionierende Verfahren auf seine praktische Anwendbarkeit und Eignung am Beispiel der großflächigen Erhebung von liegendem Totholz in einem 2 000 ha großen Waldlandschaftsausschnitt zu prüfen. Anschließend an die Verfahrensbeschreibung wird das Versuchsflächendesign für die Aufnahme von liegendem Totholz dargestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass die beschriebene Methode das Totholzvolumen mit einer befriedigenden Genauigkeit schätzt und zeit- und kostengünstig durchführbar ist. Die Erhebung ökologisch wichtiger Parameter am einzelnen Objekt und die Berücksichtigung des umgebenden Waldbestandes ermöglichen vielfältige waldökologische Aussagen, u.a. auch zum raumzeitlichen Verteilung des Totholzes. Deutlich wird, dass der räumliche Einsatzbereich der Linien-Intersekt-Stichprobe auf der Mesoskala zwischen landschaftlichen Teilräumen und ganzen Landschaften liegt. Auf dieser Ebene können die LIS eine viel versprechende Methode für die turnusmäßige Erhebung nicht nur von Totholz, sondern allgemein von linienartigen Waldstrukturen im Rahmen der nationalen und regionalen Umweltbeobachtung sein.