Titel
Hydrolysis rates of inorganic polyphosphates in aqueous solution as well as in soils and effects on P availability
Paralleltitel
Hydroloyse von anorganischen Polyphosphaten in wässriger Lösung und im Boden sowie der Einfluss auf die Phosphatverfügbarkeit
Verfasser
Erscheinungsort
Weinheim
Verlag
Erscheinungsjahr
2005
Illustrationen
5 Abb., 37 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
4181
Datensatznummer
200124738
Quelle
Abstract
Nach Applikation von polyphosphathaltigen Düngern wurde im Vergleich zu Orthophosphat verschiedentlich ein höherer Pflanzenertrag festgestellt. Da Pflanzen Phosphat jedoch hauptsächlich als Orthophosphat aufnehmen, ist die Hydrolyse von Polyphosphaten zu Orthophosphat von entscheidender Bedeutung bei der Beurteilung der Eignung von Polyphosphaten als Düngemittel. Zur Beurteilung der Hydrolyse-Rate von Pyro-Phosphat (PP), Tripoly-Phosphat (TP) und Trimeta-Phosphat (TMP) wurden Labor- und Inkubationversuche sowohl in Wasser als auch in zwei Böden mit unterschiedlichem P-Fixierungsvermögen durchgeführt. Die P-Verfügbarkeit unter Bodenbedingungen wurde beurteilt anhand der Orthophosphat - und Polyphosphat-Konzentrationen in der Bodenlösung sowie im Calcium-Acetat-Laktat (CAL)-Extrakt. In Wasser war die Hydrolyse von PP bereits nach ca. 15 Tagen abgeschlossen, während TMP nach 90 Tagen erst zu ca. 30% hydrolisiert war. In beiden Böden führte die Hydrolyse der Polyphosphate im Verlauf der Inkubation sowohl zu einem Anstieg der Konzentration an Ortho-P in der Bodenlösung als auch im CAL-Extrakt. Am Ende der Inkubation konnten im sandigen Boden keine signifikanten Unterschiede in der Ortho-P-Konzentration in der Bodenlösung und im CAL-Extrakt festgestellt werden. Im Gegensatz dazu resultierten die Poly-P-Applikationen im lehmigen Boden in höheren Ortho-P-Konzentrationen in der Bodenlösung. Obwohl die Hydrolyse von Polyphosphaten im Boden im Wesentlichen durch die bodentypische Enzymaktivität verursacht wird, dürfte auch die unterschiedliche Adsorptionsintensität von Poly-P und/oder den Abbauprodukten aus der Hydrolyse im Vergleich zu Ortho-P für das Ergebnis im lehmigen Boden verantwortlich sein und dadurch die P-Verfügbarkeit für Pflanzen nach Poly-P-Applikation verändern.