Titel
Entwicklung des Abflussregimes der Rhone seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts
Verfasser
Verlag
Erscheinungsjahr
2005
Illustrationen
15 Abb., 22 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
8070
Datensatznummer
200124197
Quelle
Abstract
Im Verlaufe der letzten zwei Jahrhunderte hat sich die Rhone flussaufwärts des Genfersees durch die erste und zweite Rhonekorrektion morphologisch stark verändert. Aber auch das Abflussregime im 5220 km2 umfassenden Einzugsgebiet wurde durch den Bau der grossen Speicherkraftwerke beeinflusst. Insgesamt 1/5 des mittleren jährlichen Abflussvolumens von Porte du Scex kann im Sommerhalbjahr in den Stauseen zurückgehalten und für die Spitzenenergieproduktion ins Winterhalbjahr verlagert werden. Die total installierte Ausbauwassermenge der Zentralen beträgt 275 m3/s, was rund 150% des mittleren jährlichen Abflusses darstellt. Die Speicherkraftwerke tubinieren in Abhängigkeit des Spitzenenergiebedarfs, was in der Rhone insbesondere während der Wintermonate zu raschen Abflussänderungen und Schwall- und Sunkerscheinungen führt. Im Rahmen der 3. Rhonekorrektion sollen Sicherheit, Umwelt sowie soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden. Das ökologische Potenzial der Rhone hängt von einer guten Wasserqualität und einer vielfältigen Morphologie, aber auch von einem möglichst natürlichen Abflussregime ab. Im vorliegenden Artikel wird versucht, die Abweichung vom natürlichen Abflussregime zu quantifizieren. Dazu wurden Daten vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute des durch den Speicherkraftwerkbetrieb beeinflussten Rhoneeinzugsgebiets analysiert. Damit werden Grundlagen zur Beurteilung der Effizienz von allfälligen wasser- und flussbaulichen Massnahmen hinsichtlich der Reduktion von Schwall und Sunk bereitgestellt.