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  • Titel
    Erfahrungen mit Restaurierungsprogrammen am Beispiel der Donau
  • Paralleltitel
    Experiences with restoration programs: examplesfrom the Danube
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2004
  • Illustrationen
    13 Abb., 19 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2050
  • Datensatznummer
    200123303
  • Quelle
  • Abstract
    Das Projekt Altarmöffnung Haslau-Regelsbrunn war ein wichtiger Schritt in der internationalen Entwicklung von Restaurierungsprogrammen großer Fließgewässer. Der Wert ergibt sich durch die Größe und reiche ökologische Gliederung des Gebietes, durch die langfristige interdisziplinäre Planung, die gute Abstimmung zwischen Flussbau, Naturschutz und Ökologie und aus dem umfassenden Monitoring-Programm, das einen reichen Erfahrungsgewinn erbrachte. Das programm was Auslöser für eine Abfolge von weiteren Restaurierungsschritten im Nationalparkgebiet. Ein wichtiger Schritt dieses ersten großangelegten Restaurierungsprogrammes war die Entwicklung prognostischer Modelle, die eine verbesserte Abschätzung der ökologischen Auswirkungen von Maßnahmen ermöglichen. Von großem Wert in dieser Hinsicht erwies sich die Entwicklung eines öko-hydrologischen Modells. Ein wesentlicher Parameter als ergebnis des Modells ist das "Wasseralter". Dieser Parameter, der als "water age" in die internationale Literatur einging, ist essentiell, um limnologische Prozessabläufe zu verstehen und erweist sich als gut geeignet für die Beschreibung der Sukzession von Phytoplankton und Zooplankton bzw. um Phasen zu unterscheiden, in denen die Kontrolle von Prozessabläufen von abiotischen Gegebenheiten auf biotische Interaktionen übergeht. Einen zweiten wesentlichen öko-hydrologischer Parametr stellt die Anschlussdauer von Altarmen an den Fluss dar. Das zeitliche Ausmaß der oberstromigen Anbindung bezogen auf ein Jahr erweist sich als besonders wichtig, um den Wert von Augewässern als Lebensraum für langlebige Organismen zu indizieren. Prognosen als Ergebnis dieser Modelle zeigen, dass eine wesentlich stärkere Konnektivität angestrebt werden muss. Die Ansenkungen zur Donau sollten tiefer und breiter angelegt werden um die gefährdete Gilde der rheophilen Organismen zu fördern.