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  • Titel
    Standortspezifische Aspekte des Waldsterbens : Ergebnisse von zwei Messtürmen im Lehrforst Rosalia
  • Paralleltitel
    Site Specific Aspects of Forest Dieback: Results of Two Scaffolding Towers at the Rosalia Forest
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1988
  • Illustrationen
    11 Abb., 6 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    15199
  • Datensatznummer
    200122854
  • Quelle
  • Abstract
    Ein Vergleich der Standortsbedingungen und des Bestandesklima bei den seit 1987 betriebenen Meßtürmen im Lehrforst Rosalia zeigt, daß die Kuppenlage vor allem durch höhere Windgeschindigkeiten, niedrigere Temperaturen und bessere Austauschbedingungen für Schadstoffe gegenüber der Tallage benachteiligt ist. Diese Benachteiligung spiegelt sich in den Schadbildern beider Standorte wider. Ob der Schadstofftransport in den Bestand anhand von den dargestellten Profilmessungen durch den vertikalen Gradienten allein beschrieben werden kann, erscheint zweifelhaft. Vielmehr ist anzunehmen, daß ein beträchtlicher Teil dieses Transports in kurzen Episoden stattfindet, die mit einem Gradienteneinsatz nicht ausreichend erfaßt werden. Wie Moritz (1988) für den Transport in einem Eichenbestand nachgewiesen hat, können diese Extremereignisse in nur 10 % der Zeit bis zur Hälfte des Gesamttransports leisten. Die in Abb. 11 wiedergegebene Verteilung des Wärmetransports auf Normal- und Extremereignisse läßt sich auf den Transport anderer skalarer Größen wie Luftfeuchte oder Schadstoffkonzentration übertragen. Nach einer bedeutenden forstmeteorologischen Konferenz in Lake Placid wurde 1987 (Moses et al., 1987) darauf hingewiesen, daß die Erweiterung der für ebenes, homogenes Gelände entwickelten Konzepte der Mikrometeorologie auf komplexes, gegliedertes Gelände eine der wichtigsten Forschungsaufgaben der nächsten Jahre darstellt. Die Lage der österreichischen Wälder - im doppelten Sinn - verleiht dieser Forderung Gewicht.