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  • Titel
    Eintrag atmosphärischer Spurenstoffe in österreichische Wälder : Ergebnisse aus vier Jahren Depositionsmessung
  • Paralleltitel
    Deposition of atmospheric trace constituents in Austrian forests; Results from four years of deposition measurements
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1988
  • Illustrationen
    6 Abb., 17 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    15199
  • Datensatznummer
    200122848
  • Quelle
  • Abstract
    Die Messung der Stoffeinträge in österreichischen Waldökosystemen zeigt die regional unterschiedliche, aber doch erhebliche Belastungssituation durch Luftschadstoffe. Besondere orographische Gegebenheiten, wie Prallhanglagen, können kleinräumig die Deposition stark erhöhen, wobei vor allem der Nebeldeposition besondere Bedeutung zukommt. Die Säureeinträge, insbesonders auf den Standorten Schöneben liegen in einer Größenordnung, die auf diesen basenarmen Standorten die Pufferkapazität der Böden häufig überschreitet und durch Auswaschung basischer Kationen eine ohnehin angespannte Ernährungssituation zusätzlich belastet. Die Stickstoffeutrophikation unserer Waldökosysteme ist langfristig als besonderes Problem abzusehen, da sowohl die Auswaschung von Nitrat im Boden mit einer adäquaten Auswaschung basischer Kationen einhergeht, als auch deponierte Ammoniumionen nach Nitrifikation oder bei Aufnahme in die Biomasse bodenversauernd wirken. Weiterführende Untersuchungen sind notwendig, um das Gefährdungspotential der Stickstoffeinträge entsprechend bewerten zu können. Das Auftreten hoher Schadstoffkonzentrationen in einzelnen Ereignisarten im durch den Winterfremdenverkehr belasteten Zillertal zeigt, das emissionsmindernde Maßnahmen auch in ländlichen Gebieten notwendig sind.