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  • Titel
    The differentiation of anthropogenous forest communities : A synsystematical approach
  • Paralleltitel
    Beitrag zur Synsystematik und Syntaxonomie von Forstgesellschaften
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Graz
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2003
  • Illustrationen
    58 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8409
  • Datensatznummer
    200122332
  • Quelle
  • Abstract
    Anthropogene Laub- und Nadelholzbestände, die von sowohl einheimischen als auch von nichteinheimischen Baumarten aufgebaut werden, nehmen in Mitteleuropa einen Großteil der Waldflächen ein. Obwohl sich die Pflanzensoziologie seit vielen Jahrzehnten intensiv mit der Flora und Vegetation von Forstgesellschaften beschäftigt, basiert die Synstematik und Syntaxonomie von gehölzdominierten Pflanzengesellschaften weitgehend auf natürlichen bzw. naturnahen Waldgesellschaften. Allerdings sind auch rein anthropogene Gehölzbestände als Teil der Vegetation zu sehen und können somit in das pflanzensoziologische System Braun-Blanquets integriert werden. In der vorliegenden Studie wird ein synsystematischer bzw. syntaxonomischer Ansatz am Beispiel mitteleuropäischer Nadel- und Laubholzforsten diskutiert. Auf der Grundlage von vegetationskundlichen Untersuchungen in Fichten- (mit Picea abies), Kiefern- (mit Pinus sylvestris) und Hybridpappelforsten (mit Populus x euramericana) Deutschlands wird der spezifische vegetationskundliche Charakter dieser Aufforstungen hervorgehoben. Nach der pflanzensoziologischen Methode von Braun-Blanquet wird das Galio harcynici-Piceetum, das Pleurozio schreberi-Pinetum und die Salix cinerea- bzw. die Calamagrostis canescens-Populus x euramericana-Gesellschaft differenziert und in das Gliederungssystem Braun-Blanquets integriert. Innerhalb der Assoziationen bzw. Gesellschaften werden unterschiedliche standortsökologische Verhältnisse im Hinblick auf z.B. den Bodenwasserhaushalt und die Nährstoffverfügbarkeit und eine unterschiedliche Bestandesgeschichte durch entsprechende diagnostische Arten angezeigt. Es wird herausgestellt, dass der pflanzensoziologische Ansatz mit dem Ziel einer floristisch-vegetationskundlichen bzw. standortsökologischen Differenzierung von Pflanzengesellschaften sowohl konzeptionell als auch methodisch klar von einer Einschätzung der Naturnähe von Vegetationsbeständen zu trennen ist.