Titel
Auswirkung von Vegetationsräumung auf Kollisionen von Elchen mit Zügen in Südostnorwegen
Paralleltitel
The effect of vegetation removal on moose-train collisions in southeast Norway
Verfasser
Erscheinungsort
Berlin
Verlag
Erscheinungsjahr
2005
Illustrationen
2 Abb., 21 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
8541
Datensatznummer
200122176
Quelle
Abstract
Elche (Alces alces) in Norwegen nutzen Talböden mit geringen Schneetiefen und einer hohen Verfügbarkeit von Äsung als Winterstreifgebiet. Die Fragmentierung dieser Talböden durch Bahnlinien und Straßen hat in den letzten Jahrzehnten zu einer steigenden Anzahl von Kollisionen von Elchen mit Kraftfahrzeugen sowie Zügen geführt. Um die Anzahl der Kollisionen zu reduzieren, wurden zwei Teilstrecken der Bahnlinie Rørosbanen im Tal Østerdalen, welche durch eine extrem hohe Kollisionszahl gekennzeichnet ist, von Vegetation befreit. Auf beiden Seiten des Schienengangs wurden innerhalb einer 10 m breiten Zone alle Bäume und Sträucher bis zum Boden zurückgeschnitten. Die Losungszählung wurde genutzt, um die Elchdichte einzuschätzen und durch Vegetationsaufnahmen wurde für Elche verfügbare Äsung ermittelt. Korrelationen zwischen Vegetationsräumung, Elchdichte und der Verfügbarkeit von Äsung wurden getestet. Elchdichte und Verfügbarkeit von Äsung hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Kollisionsrate, jedoch korrelierte die Losungsdichte positiv mit der Verfügbarkeit von Kieferbiomasse, welche durch die ganzjährige Benadelung auch im Winter Äsung und Schutz vor Wind und Raubtieren bietet. In Gebieten, in denen die Vegetation geräumt wurde, war die Losungsdichte tendenziell geringer als entlang der ungeräumten Strecken. Die Vegetationsräumung hatte signifikanten Einfluss auf Kollisionsraten und resultierte in einer Kollisionsreduktion um 53,2 % entlang der Strecken, welche von Vegetation befreit wurden und in einer Reduktion um 7,1 % auf dem nicht geräumten Kontrollabschnitt.