Titel
Rotfäulebehandlung an Fichten : Eine technisch machbare, rentable Maßnahme
Verfasser
Erscheinungsort
Scheeßel-Hetzwege
Verlag
Erscheinungsjahr
2005
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
13531
Datensatznummer
200121787
Quelle
Abstract
Durch eine geeignete Stockbehandlung kann die Verbreitung des Wurzelschwammes mit all ihren wirtschaftlichen Schäden und waldbaulichen Verlusten deutlich reduziert werden. - Die Stockbehandlung mit dem Lochschwert und einer entsprechenden Spritzausrüstung funktioniert technisch einwandfrei. - Bei richtiger, kühler Lagerung, tagesfrischer Gebrauchslösung und sachgerechter Ausbringung (mindestens 90 Prozent Deckungsgrad auf die Stockoberfläche) bietet das Bioprodukt "Rotex" einen wirksamen Schutz gegen Rotfäulebefall. - Nicht zu empfehlen ist die Anwendung der Stockbehandlung in stark vorgeschädigten Fichtenbeständen (über 20 bis 30 Prozent). Dort müssen waldbauliche Maßnahmen zur Sicherung der Waldbestände ergriffen werden (zum Beispiel Umwandlung, Laubholzbeimischung und andere Maßnahmen). - Besonders sinnvoll ist die Behandlung in gefährdeten Erstaufforstungen mit noch geringen Ausgangsbefall und in Jungdurchforstungen. - Für die händische Ausbringung im Privatwald werden Sprühflaschen mit Anbringungsmöglichkeit am Werkzeuggurt und Ausziehseil angeboten. Hierfür stehen Kleinpackungen des Pilzes zur Verfügung oder kann eine Harnstoff-Lösung verwendet werden. - Die sachkundige Ausbringung und Anwendung der Mittel erfordert Sachkenntnis und Wissen über die Zusammenhänge.