- TitelDer Zeitfaktor in der Waldwachstumsforschung
- Verfasser
- ErscheinungsortFreising
- Verlag
- Erscheinungsjahr2004
- Illustrationen16 Abb., 23 Lit. Ang.
- MaterialArtikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
- Standardsignatur13466
- Datensatznummer200121205
- Quelle
- AbstractBäume können um zwei bis drei Zehnerpotenzen länger leben als Menschen. Sie sind auch aus einem weiteren Grund zu beneiden. Anders als der Mensch altern Bäume nicht in strenger Abhängigkeit von der physikalischen Zeit; vielmehr bestimmen die Umweltfaktoren (Lichtangebot, Nährstoffversorgung etc.) ihren Alterungsprozess. Bei starker Konkurrenz im Unterstand kann der Alterungsprozess deutlich verlangsamt werden. Andererseits beschleunigen Durchforstung und zuwachsförderliche Stoffeinträge den Alterungsprozess von Bäumen. Langfristige Versuchsflächen, von denen die ältesten in Bayern seit 1870 unter regelmäßiger Beobachtung stehen, bilden eine ultimative Datenbasis für die Aufdeckung von Umwelt- und Wachstumsveränderungen. Sie erlauben es, sofern unbehandelte Kontrollfelder eingeschlossen sind, Behandlungs- und Umwelteffekt voneinander zu trennen. Langfristige Versuchsflächen in Süddeutschland enthüllen, dass Bäume je nach Baumart auf Grund von Durchforstung und Umwelteinflüssen um durchschnittlich 25 bis 60 % schneller altern als noch Mitte des 20. Jahrhunderts. In Relation zu den Wäldern altert der Mensch gegenwärtig um 20 bis 37 % langsamer; d. h. die Zeitskalen von Mensch und Baum nähern sich an.
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- Klassifikation
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