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  • Titel
    Phänologie des Graureihers (Ardea cinerea) in einer Kolonie am Alpennordrand (Salzburg, Österreich)
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Salzburg
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2004
  • Illustrationen
    17 Abb., 23 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13636
  • Datensatznummer
    200120071
  • Quelle
  • Abstract
    Im Jahr 2000 wurden regelmäßige Beobachtungen in der größten und stabilsten Graureiherkolonie des Landes Salzburgs durchgeführt. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf das Brutgeschehen gelegt. Graureiher konnten das ganze Jahr über in Hellbrunn beobachtet werden, mit maximalen Beständen im Dezember und Jänner. Die ersten Graureiher haben bereits vor Beginn der Detailuntersuchung Hellbrunn erreicht und sofort mit der Ausbesserung der Nester begonnen. Im Rahmen der Untersuchung werden die deutlichen Veränderungen in Bestand, Verhalten und Rufaktivität der Graureiher in der Kolonie Hellbrunn beschrieben. Die Jungen der einsehbaren Horste schlüpften ab der 11. Kalenderwoche (13. - 19. März) bzw. konnte dieser Termin durch Eischalenfunde weiter abgesichert werden. Im Vergleich zur Literatur aus anderen Kolonien erfolgt das Schlüpfen der Jungvögel in Hellbrunn etwa 3 Wochen früher. Dieser sehr frühe Schlüpftermin könnte durch das Überwintern eines Teils der Brutpopulation erklärt werden. Außerdem friert der durch die Kolonie fließende Alterbach auch in strengen Wintern nicht zu, sodass eine ausreichende Versorgung mit Nahrung gewährleistet wird. Das zusätzliche Nahrungsangebot im Zoo scheidet als Erklärung aufgrund der geringen Mengen aus. Da Kopulation und Brut noch Ende März bzw. Jungenrufe bis Anfang Juni festgestellt werden konnten, ist davon auszugehen, dass es in Hellbrunn auch zu Nachbruten kam. Die Untersuchung hat gezeigt, dass die bestehende Schusszeit des Graureihers in die Brut- und Aufzuchtperiode bzw. in den Zeitraum des Rückzugs zu den Brutgebieten fällt und damit bestehendem EU Recht widerspricht.