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  • Titel
    Der Große Lärchenborkenkäfer (Ips cembrae) als Überträger von Bläuepilzen
  • Paralleltitel
    The larch bark beetle Ips cembrae as vector of blue-stain fungi
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2004
  • Illustrationen
    6 Abb., 6 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12531
  • Datensatznummer
    200120055
  • Quelle
  • Abstract
    Sowohl rindenbrütende als auch holzbrütende Borkenkäfer sind eng mit Pilzen vergesellschaftet. Während Holzbrüter mit Ambrosiapilzen eine Symbiose bilden, übertragen rindenbrütende Borkenkäfer Bläuepilze, die zu den Schlauchpilzgattunen Ophiostoma und Ceratocystis gehören. Diese Pilze verursachen die "Bläue" des Nadelholzes. Der erste Teil dieses Beitrages bietet einen kurzen Überblick über die Symbiose von Borkenkäfern und Pilzen. Aufbauend darauf werden die Ergebnisse von Untersuchungen über die Assoziierung von Bläuepilzen mit dem großen Lärchenborkenkäfer (Ips cembrae) zusammengefasst. In Österreich wurden bisher 10 Bläuepilz-Arten gefunden, die mit Ips cembrae vergesellschaftet sind. Drei Arten, Ceratocystis laricicola, Ophiostoa brunneo-ciliatum und Graphium laricis wurden in großer Häufigkeit gefunden, während die 7 anderen Arten selten oder nur sporadisch aufgetreten sind. Mit Hilfe von Inokulationsversuchen konnte gezeigt werden, dass Ceratocystis laricicola pathogen gegenüber der Lärche ist und gesunde Bäume zum Absterben bringen kann. Diese Befunde deuten darauf hin, dass dieser aggressive Bläuepilz den Lärchenborkenkäfer bei der Überwindung der Abwehrmechanismen von lebenden Bäumen unterstützt und damit die Besiedelung der Bäume durch Ips cembrae ermöglicht. Der Große Lärchenborkenkäfer und der Bläuepilz Ceratocystis laricicola sind also ein Beispiel für ein Forstschutzproblem, das durch einen Käfer-Pilz-Komplex verursacht wird.