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  • Titel
    Verjüngungsmodell für die Baumart Fichte
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Göttingen
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2004
  • Illustrationen
    21 Abb., 53 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12164
  • Datensatznummer
    200119454
  • Quelle
  • Abstract
    Samenmenge (< 2.000/m2) und Gleichmäßigkeit des Samenfalls im Untersuchungsjahr 1999 deuten darauf hin, dass in Fichtenreinbeständen zumindest in Vollmastjahren, d.h. alle 2-5 Jahre, ein für eine zielgerechte Fichtenverjüngung ausreichendes Verjüngungspotenzial gewährleistet ist. In den ersten drei Vegetationsperioden nach der Keimung ließ sich kein Zusammenhang zwischen Strahlung und Keimlingsdichte herstellen. Für das Auflaufen und die Überlebensrate der Fichtenkeimlinge im Initialstadium ist unter den klimatischen Verhältnissen des Untersuchungsgebietes der Strahlungsgenuss offenbar von geringer Bedeutung. Er wirkt sich höchstens indirekt über den Zustand der Bodenvegetation aus. Deckungsgrad und Artenzusammensetzung der Bodenvegetation beeinflussen maßgeblich das Auflaufen und vor allem die Mortalität der Keimlinge. Insbesondere dichte Drahtschmielenrasen oder Vaccinium myrtillus-Decken sind verjüngungsfeindlich. Dagegen deutet eine Dominanz von Oxalis acetosella in der Krautschicht auf günstige Etablierungsbedingungen hin. Die Astmoose (Hypnum, Plagiothecium u.a.) nahmen auf den untersuchten Flächen eine mittlere Stellung ein, während Polytrichum formosum ausgesprochen voerjüngungshemmend wirkte. Die Etablierung von Fichtennaturverjüngung kann durch Bodenbearbeitung gefördert werden. Das plätzeweise Abziehen von Bodenvegetation und Humusdecke erhöhte nicht nur die Keimlingsdichte, sondern auch das Höhenwachstum der Verjüngung signifikant. Durch standortsangepasste Bodenbearbeitung kann das Risiko des Ausbleibens erwünschter Fichtennaturverjüngung auf kostengünstigem Wege gemindert werden. Der vermutete Einfluss der Humusmächtigkeit auf die Keimlingsdichte konnte nicht belegt werden. Offenbar wurde dieser Zusammenhang durch Wirkungen der Bodenvegetation überlagert.