Titel
Mycosphaerella-Nadelpilze der Kiefer - Identifikation durch ITS-RFLP-Muster
Paralleltitel
Mycosphaerella needle fungi - Identification by means of ITS-RFLP patterns
Verfasser
Erscheinungsort
Stuttgart
Verlag
Erscheinungsjahr
2004
Illustrationen
7 Abb., 33 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
4699
Datensatznummer
200119210
Quelle
Abstract
Die Kiefernnadelpilze Mycosphaerella pini und M. dearnessii zählen weltweit zu den gefährlichsten Parasiten der Baumgattung Kiefer und sind in der EU als Quarantäneschadorganismen eingestuft. Eine sichere und schnelle Diagnose ist die Grundvoraussetzung zur Anwendung geltender Quarantänevorschriften, um die weitere Ausbreitung dieser Erreger zu verhindern. Die Identifizierung der beiden Schadpilze ist mit herkömmlichen, makro- und mikroskopischen Methoden schwierig und zeitintensiv. Daher wurde ein molekulares Verfahren (ITS-RFLP-Analyse) entwickelt, mit dem die Mycosphaerella-Arten anhand der Restriktionsfragmentmuster der amplifizierten ITS-Bereiche ihrer ribosomalen DNA identifiziert werden können. Als Ausgangsmaterial wurde zunächst lyophilisiertes Pilzmyzel aus Flüssigkulturen der Pilz verwendet. Die daraus extrahierte DNA wurde mit rDNA-spezifischen Primern amplifiziert und mit fünf Restriktionsenzymen gespalten. Die nach elektrophoretischer Auftrennung der DNA-Fragmente erhaltenen ITS-RFLP-Muster waren speziesspezifisch und ermöglichten eine Identifizierung der beiden Mycosphaerella-Arten und ihre differential-diagnostische Abgrenzung von 10 weiteren auf Kiefernnadeln vorkommenden Pilzarten. Verschiedene Stämme jeweils einer Mycosphaerella-Art zeigten das gleiche ITS-RFLP-Muster, wodurch die Artereknnung erleichtert wird. Zur direkten Untersuchung infizierter Nadelsegmente wurde ein DNA-Mikroextraktionsverfahren entwickelt, das ausreichend DNA für die ITS-RFLP-Analyse liefert. Damit ist die molekulare Identifizierung der beiden Quarantäneschadpilze in zwei Tagen durchführbar.