Titel
Verkernung als Indikator für verminderte Vitalität der Kiefer (Pinus sylvestris)?
Paralleltitel
Does the formation of heart wood indicate reduced vitality of pine trees (Pinus sylvestris)?
Verfasser
Erscheinungsort
Alfeld
Verlag
Erscheinungsjahr
2004
Illustrationen
8 Abb., 45 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
2754
Datensatznummer
200118539
Quelle
Abstract
An mehr als 90 Kiefern von forstlichen Dauerbeobachtungsflächen (EU Level II) wurde der Verkernungsgrad der Stämme auf der Grundlage von Bohrspananalysen bzw. computertomografischen Aufnahmen untersucht. Vor dem Hintergrund großer Schwankungsbreiten lieferten beide Verfahren an identischen Bäumen überwiegend vergleichbare Ergebnisse. Mit Ausnahme eines Bestandes nahm der Verkernungsgrad mit zunehmendem Baumalter zu, wenn die Anzahl der Jahrringe als Bezugsgröße gewählt wurde. Keine Altersabhängigkeiten bestanden dagegen für den prozentualen Splintflächenanteil bezogen auf die Stammkreisfläche. Kiefern, die anhand des Brusthöhenmessers und des Benadelungsgrades als überdurchschnittlich vital eingeschätzt wurden, wiesen einen höheren "Qualifizierten Splintholzanteil" (Produkt aus prozentualer Splintfläche und CT-Zahl) auf. In Untersuchungen zu ausgewählten Nadelinhaltstoffen (Prolin, Nadelwassergehalt, Chlorophyll-Carotinoid-Verhältnis, Procyanidine) zeigten die Kiefern mit unterdurchschnittlichen Splintflächenanteilen in den jeweiligen Beständen stressphysiologisch auffällige Biomarkermuster. Wegen des starken Einflusses bestandesstruktureller Parameter auf die Kernholzbildung ist der Verkernungsgrad jedoch nicht als Indikator für den Vitalitätszustand von Kiefern geeignet.