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  • Titel
    Die Wildbirne (Pyrus pyraster (L.) Burgsd.) in der Schweiz : Morphologische Charakterisierung, Abgrenzung von der Kulturbirne und Artreinheit ihrer Vorkommen
  • Paralleltitel
    The situation of the wild pear (Pyrus pyraster (L.) Burgsd.) in Switzerland: morphological characterisation, differentiation from the cultivated pear and degree of purity in its occurence = La situation du poirier sauvage (Pyrus pyraster (L.) Burgsd.) en Suisse: caractères morphologiques, différenciation par rapport au poirier cultivé et pruetÖé des populations
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Zürich
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2004
  • Illustrationen
    3 Abb., 8 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    629
  • Datensatznummer
    200116627
  • Quelle
  • Abstract
    Die Wildbirne (Pyrus pyraster (L.) Burgsd.) gehört zu den seltenen und gefährdeten Baumarten der Schweiz. Weil ihre Ansprache und Abgrenzung von der Kulturbirne (Pyrus communis L.) schwierig ist, fehlten bisher Angaben zur Artreinheit ihres Bestandes. Die wahre Situation der Wildbirne in der Schweiz (Bestand, Gefährdung) liess sich deswegen bisher kaum beurteilen. Die vorliegende Arbeit präsentiert erstmals Ergebnisse einer Untersuchung an 220 Wildbirnen von 13 verschiedenen Standorten zwischen Genf und Schaffhausen sowie an 30 verschiedenen Kultursorten aus zwei Plantagen. Zehn Blatt- und zwölf Fruchtmerkmale wurden an 5140 Blättern bzw. 1030 Früchten erfasst und mit Hilfe der Hauptkomponenten- und Diskriminanzanalyse untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Blätter weniger gut geeignet sind, um die beiden Arten zu unterscheiden. Stehen hingegen auch Früchte zur Verfügung, so lassen sich Wild- und Kulturbirne sehr zuverlässig ansprechen. Geschmack, Grösse (Länge und Breite), Form und Farbe der Früchte sind die besten Unterscheidungsmerkmale; die Blattlänge und die Dornigkeit der Zweige tragen ebenfalls, aber nur wenig, zur Unterscheidung bei. Mit Hilfe einer kanonischen Diskriminanzanalyse konnten 97 % der Wildbirnen bzw. 97 % der Kulturbirnen richtig zugeordnet werden. Die Ergebnisse weisen überdies darauf hin, dass die Wildbirne in der Schweiz über eine erstaunlich hohe Artenreinheit zu verfügen scheint. Nur etwa 5 % der Bäume aus den untersuchten Wildbeständen wiesen gewisse Kulturmerkmale auf. In drei der fünf Bestände mit Kultureinfluss liess sich der morphologische Befund durch nachträgliche Recherchen erhärten bzw. auf anthropogenen Einfluss zurückführen.