Titel
Microbial biomass and respiration in soils derived from lignite ashes : A profile study
Paralleltitel
Mikrobielle Biomasse und Atmung in aus Braunkohleaschen entstandenen Böden; Eine Studie an Bodenprofilen
Verfasser
Erscheinungsort
Weinheim
Verlag
Erscheinungsjahr
2004
Illustrationen
3 Abb., 34 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
4181
Datensatznummer
200116574
Quelle
Abstract
Der mikrobiellen Biomasse-C und die Bodenatmung wurden in 17-20 Jahren alten, aus verspülten und verkippten Braunkohleaschen, entstandene Böden charakterisiert. Ober- (0-30 cm) und Unterbodenproben (30-100 cm) waren aus drei Profilen an zwei stillgelegten Deponiestandorten im Stadtgebiet von Halle (Sachsen-Anhalt) entnommen. An diesen Bodenproben wurden ausgewählte physikalische (Lagerungsdichte, Textur) und chemische Eigenschaften (pH, organischer C, Gesamt-N, KAK, pflanzenverfügbares K und P, Gesamt-Cd und -Cu) ermittelt. Die pH-Werte waren im Oberboden signifikant niedriger, der organische C, der Gesamt-N und das C:N-Verhältnis dagegen signifikant höher als im Unterboden. Dies deutet auf die Substratverwitterung und die Akkumulation von pedogenem C hin. der mikrobielle Biomasse-C und der K2SO4-extrahierbahre C sowie die Bodenatmung (CO2-C) wiesen mit Medianwerten von 787 μg C g-1, 270 μg K2SO4-C g-1 und 6,63 μg CO2-C g-1 h-1 eine ebenfalls signifikante Erhöhung im Oberboden auf. Bezüglich des metabolischen Quotienten war kein Unterschied zwischen dem Ober- und Unterboden festzustellen. Die für den metabolischen Quotienten ermittelten Medianwerte von 6,01 (0-30 cm) und 8,22 (30-100 cm) lagen wesentlich höher als die in der Literatur für Acker- und Waldböden angegebenen. Der mikrobielle C korrelierte signifikant mit dem extrahierbaren C, während zu den Gesamtgehalten an N, Cd und CU sowie zum pflanzenverfügbaren K und P keine Beziehung bestand. Wir folgern, dass das Vorhandensein an extrahierbarem C in beträchtlichen Konzentrationen eine Etablierung mikrobieller Populationen mit einer hohen Biomasse in den verwitterten Braunkohleaschen ermöglicht. Die ebenfalls hohen metabolischen Quotienten könnten in Beziehung zu Schwermetallkontamination und zu für Ascheböden spezifischer mikrobieller Gemeinschaft stehen.