Titel
Die Rolle der Forstbetriebsgemeinschaften bei der Kommunalwaldbewirtschaftung am Beispiel des Stadtwaldes Lieberose
Verfasser
Erscheinungsort
Eberswalde
Verlag
Erscheinungsjahr
2004
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
14039
Datensatznummer
200114717
Quelle
Abstract
Entstanden durch die eingangs erwähnte Schekung des Landgrafen von Thüringen, hat der heutige Stadtwald den Bürgern von Lieberose seit Jahrhunderten Brenn- und Bauholz, Strehling und andere Nutzungsmöglichkeiten gesichert. Nach seiner Rückgabe aus der Verwaltung durch den Militärforstbetrieb ist die Stadt Lieberose heute einer der größeren Waldeigentümer in Brandenburg und auch unter den Stadtwäldern nicht unbedeutend. Im Gegensatz zu wohl den meisten Kommunalwäldern in Brandenburg hat die Stadt Lieberose seit der Neugründung des Kommunalwaldbetriebes jährlich einen, wenn auch bescheidenen, Gewinn erreichen können. Dafür war die Zusammenarbeit mit anderen Waldeigentümern im Rahmen der Forstbetriebsgemeinschaft, aber auch die Betreuung durch die Oberförsterei maßgebend. In verschiedenen Projekten konnten immer wieder Lieberoser Bürger im eigenen Stadtwald beschäftigt werden. Heute stehen sowohl der Gewinn aus dem Stadtwald als auch die Verbesserung der Erholungsmöglichkeiten und des ökologischen Zustandes des Waldes im Vordergrund der Bewirtschaftung. So wurden zahlreiche Wanderwege in, um und durch den Stadtwald angelegt, Waldränder gestaltet und Voranbauten vorgenommen, damit beispielsweise in einigen Jahrzehnten der "Eichberg" wieder seinem Namen gerecht wird. Gleichzeitig wurden der Hiebsatz des Stadtwaldes voll ausgenutzt und der Pflegezustand optimiert. Die Stadt wirkt als "Motor" für die Forstbetriebsgemeinschaft, da hier, anders als bei den Kleinbetrieben, forstliche Arbeiten stetig anfallen. Die finanzielle Situation der Kommune gestaltet sich zunehmend schwieriger. Die Forderungen nach einer weitergehenden Vermarktung, dem Verkauf des Stadtwaldes, zumindest von Teilen, konnten bisher durch intensive Diskussionen und Darstellung der fianziellen Folgen abgewendet werden. Die Forstverwaltung muss hier weiterhin Überzeugungsarbeit leisten. Abzuwarten bleibt, wie sich die Zusammenlegung von Kommunen durch die Gemeindereform in dieser Diskussion auswirken wird.