Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Effekte plätzeweiser Kalkeinarbeitung auf Sprosswachstum, Wurzelausbreitung und Ernährungszustand gepflanzter Buchen (Fagus sylvatica L.)
  • Paralleltitel
    Effects of spot liming on shoot growth, root proliferation and nutritional status of planted beech (Fagus sylvatica L.)
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Alfeld
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2004
  • Illustrationen
    9 Abb., zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2754
  • Datensatznummer
    200114605
  • Quelle
  • Abstract
    Der Einfluss plätzeweiser Kalkeinarbeitung auf das Spross- und Wurzelwachstum sowie den Ernährungszustand von Buchenjungbeständen wurde auf 5 Untersuchungsflächen im niedersächsischen Harz untersucht. Angesichts wiederholt aufgetretener Schneedruckschäden in Buchenvoranbauten wurde insbesondere der Frage nachgegangen, ob durch eine vorangegangene Pflanzplatzkalkung die Grobwurzelausbreitung eingeschränkt und die Stabilität der Bestände vermindert wird. Dazu wurden insgesamt 161 Buchen aus Voranbauten (mit und ohne Pflanzplatzkalkung) und Naturverjüngung ausgegraben und ihr Grobwurzelwerk (Wurzeldurchmesser >/- 2 mm) in horizontalen und vertikalen Ebenen vermessen. Darüber hinaus wurden Sprosshöhe und -durchmesser, Blattflächenindex (LAI) sowie die Blattspiegelwerte von N, P, K, Ca und Mg ermittelt. 7 bzw. 13 Jahre nach der Bestandesbegründung ließ sich die Pflanzplatzkalkung noch an erhöhten Ca- und P-Gehalten in den Blättern, anhaltendem Höhenvorsprung und signifikant höherem LAI im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle nachweisen. Allerdings deutete sich an, dass die Wirkung der Maßnahme zum Aufnahmezeitpunkt bereits im Abklingen begriffen war. Ein negativer Einfluss der Pflanzplatzkalkung auf die Grobwurzelausbreitung war nicht zu erkennen. Die in einigen Massebenen im Vergleich zur Kontrolle signifikant höheren Wurzelquerschnittsareale der nach Kalkeinarbeitung gepflanzten Buchen deuten darauf hin, dass durch diese Maßnahmen die Verankerung eher verbessert wurde. Der Quotient aus Wurzelquerschnittareal in 30 cm Tiefe und Sprossquerschnitt wiest auf eine im Vergleich zur Naturverjüngung grundsätzlich schwächere vertikale Verankerung beider Pflanzvarianten hin. Starke Wurzeldeformationen und untypisch flache Wurzelsysteme treten bei den gepflanzten Buchen wesentlich häufiger auf als bei jenen aus Naturverjüngung. Daraus wird die Schlussfolgerung abgeleitet, beim Waldumbau möglichst kleine, wurzelschonend pflanzbare Pflanzensortimente zu verwenden oder Freisaaten durchzuführen, um das Schneedruckrisiko zu senken.