Titel
Das Kloster Einsiedeln als Waldbesitzer im 16. und 17. Jahrhundert
Paralleltitel
The forest ownership of the monastery of Einsiedeln in the 16th and 17th centuries = Le monastère d'Einsiedeln en tant que propriétaire de forêts au XVIe et XVIIe siècle
Verfasser
Erscheinungsort
Zürich
Verlag
Erscheinungsjahr
2004
Illustrationen
18 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
629
Datensatznummer
200114577
Quelle
Abstract
Das Kloster Einsiedeln ist der grösste private Waldbesitzer der Region Einsiedeln und sogar der ganzen Schweiz. Viele dieser Waldungen gehörten bereits im Mittelalter zu seiner Grundherrschaft. Gemäss den damaligen Eigentumsvorstellungen verfügte das Kloster allerdings nicht über sämtliche Nutzungsrechte in diesen Gebieten. Die klösterlichen Waldungen wurden von den "Waldleuten" teilweise als Allmende, teilweise aber auch individuell genutzt. Im 16. und 17. Jahrhundert kaufte das Kloster gegen den Willen von Schwyz (Inhaber der Schirmvogtei) Holznutzungsrechte an den individuell genutzten Wäldern zurück, um seine Holzversorgung zu sichern und sich am Holzhandel mit der Stadt Zürich zu beteiligen. An verschiedenen Beispielen kann gezeigt werden, dass das Kloster oftmals nur die Holznutzungsrechte kaufte, das Weiderecht aber beim Verkäufer blieb, was offenbar den wirtschaftlichen Interessen der Beteiligten entsprach. Mit dem Aufkommen des modernen Eigentumsbegriffes und einer Einführung einer "geregelten Forstwirtschaft" wurden solche Rechts- und Besitzverhältnisse als grosses Problem gesehen. Im 19. Jahrhundert löste das Kloster daher alle fremden Nutzungsrechte in seinen Wäldern aus.