Titel
Wachstumsreaktionen der Buche (Fagus sylvatica (L.)) auf Durchforstungen - 130-jährige Beobachtung des Durchforstungsversuches Elmstein 20
Paralleltitel
Growth Reactions of Common Beech (Fagus sylvatica (L.)) related to Thinning - 130 Years Observation of the Thinning Experiment Elmstein 20
Verfasser
Erscheinungsort
Berlin
Verlag
Erscheinungsjahr
2003
Illustrationen
17 Abb., 26 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
638
Datensatznummer
200112025
Quelle
Abstract
Zu den Aufgaben der Waldwachstumsforschung gehört die empirische Prüfung von Auswirkungen definierter Bestandesbehandlungen auf das Waldwachstum. Deswegen ist es wichtig, dass am Ende der Umtriebszeit von langfristig beobachteten Beständen die Auswirkungen der durchgeführten Experimente auf Struktur und Wachstum untersucht werden. Darüber hinaus ist die Offenlegung von Gesetzmäßigkeiten interessant, die dann auch auf neue Fragestellungen anwendbar sind. Der Buchen-Durchforstungsversuch Elmstein 20 zeigt die Resultate eines über 130 Jahre konsequent durchgeführten Experimentes. Der Versuch wurde im Jahre 1872 im Alter von 49 Jahren angelegt und zählt damit zu den ältesten bekannten ertragskundlichen Versuchsanlagen. Die Anlage der Zuwachsgänge von Einzelbäumen macht deutlich, dass die Buchen in allen Entwicklungsstadien, in der Lichtwuchsphase, der Reifephase und in der Verjüngungsphase erhebliche Durchmesserzuwächse erbringen können. Eine abschließende ökonomische Bewertung zeigt auf, dass die erhöhte Wertleistung durch die geänderte Sortimentsstruktur bei der starken Niederdurchforstung die Zuwachsverluste im Vergleich zum A-Grad zumindest kompensieren kann. Dies unterstreicht die Möglichkeiten einer konsequenten Durchforstung von Buchenbeständen. Gleichzeitig werden jedoch kritische Grenzen für die Eingriffsstärke in Buchenbeständen aufgezeigt.