Titel
Foliar Antioxidants and Protective Pigments in Larix decidua Mill. from Contrasting Elevations in the Northern and Southern Tyrolean Limestone Alps
Paralleltitel
Antioxidantien und Schutzpigmente in den Nadeln von Larix decidua Mill. von unterschiedlichen Höhenlagen in den nördlichen und südlichen tiroler Kalkalpen
Verfasser
Erscheinungsort
Berlin
Verlag
Erscheinungsjahr
2003
Illustrationen
3 Abb., 21 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
638
Datensatznummer
200112023
Quelle
Abstract
Bäume, die an der Waldgrenze wachsen, sind einer Kombination aus hoher Strahlung, extremen Klima und höherer Ozonkonzentrationen ausgesetzt. Sie sind mit einem antioxidativen Schutzsystem ausgerüstet, das sie vor der Einwirkung der reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) bewahrt. Obwohl die Auswirkungen von Höhenstress auf Wachstum und Stoffwechsel von Fichten genau untersucht wurden, existieren weniger Untersuchungen über die Lärche. Deshalb wurde in dieser Studie der Gehalt der Antioxidantien Glutathion, Ascorbinsäure und Tocopherol, sowie der Lichtschutzpigmente von Lärchen aus Tal- und Höhenlagen (1000 bzw. 2000 m) der österreichischen (nördlichen) und italienischen (südlichen) Kalkalpen untersucht. Der Glutathiongehalt in den Lärchennadeln beider Länder stieg mit der Seehöhe an. Ausserdem weisen Nadeln der Höhenlagen höhere Anteile an oxidiertem Glutathion auf. In Nadeln der österreichischen Standorte sank der Ascorbinsäuregehalt mit zunehmender Höhe. Die Xanthophylle der Höhenlagen-Lärchen befanden sich in einem höher de-exportierten Zustand als jene der Tallagen. Unsere Studie belegt, dass die Schutzsysteme von Lärchen entlang eines Höhenprofils vergleichbar mit denen immergrüner Koniferen sind. Somit können biochemische Eigenschaften von Lärchennadeln als geeignete System zur Bewertung der Stressbelastung von Bäumen verwendet werden.