Titel
Spontanvegetation von Sekundärbiotopen - zwanzig Jahre danach : Natürliche Wiederbesiedlung bei Weißkirchen/Traun
Verfasser
Erscheinungsort
Linz
Verlag
Erscheinungsjahr
2004
Illustrationen
15 Abb., 3 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
13724
Datensatznummer
200111573
Quelle
Abstract
Dreifaches soll zusammenfassend festgehalten werden. Zum Ersten führt die Analyse des Waldes zu der Feststellung, dass die zwanzig Jahre, die seit dem Beginn der spontanen Wiederbesiedlung des Untersuchungsgebietes zwischen Traun und Autobahn bei Weißkirchen vergangen sind, relativ wenige Veränderungen gebracht haben. Der "Weiden-Pappelwald", der sich spontan angesiedelt hat, ist geblieben. Die Einwanderung von Silberpappel, Esche und Schwarzerle hat noch zu keiner wesentlichen Veränderung geführt. Die zufällige "Freilandversuch" wird erst nach Jahrzehnten zeigen, welchen pflanzensoziologischen Endzustand erreicht. Zum Zweiten darf man die Frage stellen, wie lange man den Begriff "sekundär" einschränkend verwenden sol. Die Vegetation hat sich von selbst eingestellt, ist also "primär". Die nachfolgenden Tiere sind es ebenso. Den Begriffsbestimmungen nach "sekundär" ist eigentlich nur der vom Menschen geschüttete Boden. Zum Dritten sollte positiv vermerkt werden, dass selbst auf wenig begünstigten Standorten wie auf der verfestigten Verebnung oder auf dem Uferblockwurd eine vielfältige Entwicklung vor sich gehen kann und eine natürliche Revitalisierung in einer dominant vom Menschen bestimmten Industrie- und Agrarlandschaft stattfindet - man sollte nur belassen, nicht eingreifen und keine Kriterien wie "ordentlich" und "gepflegt" anstreben.