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  • Titel
    Was ist der Natur näher als der Wald? : Zur Wahrnehmung des Waldzustandes durch private Eigentümer
  • Paralleltitel
    What is closer to nature than the forest?; About Private owners' perception of their forests = Qu'est qui est plus près de la nature que la forêt?; Sur la perception de l'état d'une forêt par des propriétaires privés
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Frankfurt am Main
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2004
  • Illustrationen
    2 Abb., 48 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Standardsignatur
    621
  • Datensatznummer
    200109855
  • Quelle
  • Abstract
    Naturnahe Waldbewirtschaftung gilt als das zentrale Orientierungsmuster der neueren deutschen Forstpolitik und zielt auch auf die Wälder ab, die sich im Eigentum von Privatperson befinden. Fachleute in Verwaltung und Wissenschaft beklagen, dass insbesondere die kleiner Privatwälder von den Programmzielen abweichen. Dies wirft die Frage auf, inwieweit sich diese Ansichten mit den Wahrnehmungen der privaten Waldeigentümer selbst treffen. Ausgehend von einem soziopsychologischen Ansatz entwickelt der vorliegende Beitrag Hypothesen zu den Wahrnehmungen und Bewertungen der Privatwaldbesitzer. Die Überprüfung dieser Annahmen erfolgt anhand zweier Befragungen von insgesamt rund 1500 Privatwaldbesitzern in Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen die Präferenzen, die dieser Personenkreis in Bezug auf den Wald hat, die Wahrnehmung des Zustands des eigenen Waldes sowie die Einschätzung der eigenen Einflussmöglichkeiten auf diesen Waldzustand. Es kann gezeigt werden, dass die Privatwaldbesitzer den Diskurs der Naturnähe weitgehend verinnerlicht haben. Ihre Präferenzen sind nicht nur von solchen gesellschaftlichen Einflüssen, sondern auch vom landschaftlichen Kontext und strukturellen Parametern wie z.B. der professionellen Orientierung abhängig. Der Zustand des eigenen Waldes wird, konträr zur Sicht der Fachleute in Wissenschaft und Verwaltung, weit überwiegend als naturnah eingestuft. Es ergeben sich Hinweise darauf, dass vor allem das Erlebnis großräumiger Sturmschäden einen Bewusstseinswandel eingeleitet hat.