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  • Titel
    Möglichkeiten und Beschränkungen eines funktionsorientierten Waldbaus
  • Paralleltitel
    Potentialities and Restrictions in Silviculture when Segregating Forest Functions on Stand Level
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Hannover
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2004
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200109677
  • Quelle
  • Abstract
    Es wird der Versuch unternommen, eine auf einzelne oder wenige Funktionen abgestellte waldbauliche Behandlung für den Einzelbestand als Gegenkonzept zu einem allgemeinen Integrationswaldbau zu begründen. Zunächst wird betont, dass die Kielwassertheorie zur Anwendung im Waldbau nicht brauchbar ist. Dann werden für einen auf die Holz- und Trinkwasserproduktion, die Lebensraumbereitstellung und die Erfolgsfunktion optimal abgestimmten Waldbau Steuergrößen charakterisiert. Es wird herausgearbeitet, dass die jeweiligen Behandlungskonzepte z.T. gegensätzliche Vorgehensweise und Strukturmerkmalen in den Beständen bewirken. So wird deutlich, dass bei dem Versuch, Einzelbestände so zu behandeln, dass mehrere Funktionen gleichzeitig optimal bereitgestellt werden, Interessen- und Bewirtschaftungskonflikte entstehen können. Ein Blick auf Multifunktionalität im Einzelbestand nicht generell unterstellt werden kann und sollte. Es sind zumeist spezifische Kombinationen von einigen wenigen Funktionen erkennbar. So wird der Schluss gezogen, dass ausschließlich das Nachhaltsprinzip als Mittel zur Erhaltung potenzieller Multifunktionalität und nicht etwa eine allgemein zu erfüllende aktuelle Multifunktionalität dazu zwingt, Mindeststandards in der Waldbehandlung zu gewährleisten. Allerdings sind diese Mindeststandards wissenschaftlich zu wenig herausgearbeitet, wodurch sich Forschungsbedarf begründet.