Titel
Untersuchungen zur Populationsdynamik des Wildkaninchens
Verfasser
Erscheinungsjahr
2004
Illustrationen
1 Abb.
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
10897
Datensatznummer
200109545
Quelle
Abstract
Berichtet wird über eine Untersuchung zur Populationsdynamik des Wildkaninchens, die 1996 im Bereich der Wassergewinnungsanlage Haltern durchgeführt wurde. Sie hat folgende, auch für die jagdliche Praxis aufschlussreiche Ergebnisse erbracht: - der jährliche Zuwachs vermag bei Wildkaninchen 600 Prozent bis 700 Prozent auszumachen, - Wildkaninchen können eine Dichte von rund 150 Stück pro Hektar erreichen, - Wildkaninchen haben eine zweigipflige nächtliche Aktivitätsphase und offensichtlich eine natürliche, genetisch bedingte Inaktivität in der Mittagszeit, - trotz extrem hoher dichte muss es bei Wildkaninchen nicht zu einem gravierenden Parasitenbefall oder zu bakteriellen Erkrankungen kommen; ihre Körpergewichte erhöhen sich sogar bei zunehmender Dichte, - der Zusammenbruch der Population durch Myxomatose und RHD beginnt Angang August und zieht sich bis Mitte Oktober hin; er kann 75 Prozent bis sogar 90 Prozent ausmachen, - als Primärursache für den Populationszusammenbruch ist derzeit die Myxomatose anzusehen; daneben spielt die RHD eine bedeutende Rolle, - die an Myxomatose und RHD erkrankten Wildkaninchen gehen nicht in den Bauen ein, sondern oberirdisch, - Wildkaninchenbaue weisen keine typischen Kessel auf und haben unterirdisch verhältnismäßig geringe Ausmaße; ferner fehlt ihnen jegliche Auspolsterung. Alle vorstehenden Ergebnisse sind vor dem Hintergrund zu sehen, dass sie auf einer lokalen Untersuchung basieren.