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  • Titel
    Wie viel Totholz braucht der Wald?
  • Paralleltitel
    Dead wood in managed forests: how much is enough? = Bois mort dans l'écosystème forestier: combien en faut-il?
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Zürich
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2004
  • Illustrationen
    4 Abb., 50 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Standardsignatur
    629
  • Datensatznummer
    200109122
  • Quelle
  • Abstract
    Totholz ist ein bedeutender Indikator für die Artenvielfalt im Ökosystem Wald und wurde deshalb auf paneuropäischer Ebene offiziell als eine Notwendigkeit für nachhaltige Waldwirtschaft anerkannt. Im Aufsatz versuchen wir, die Frage konkret zu beantworten, wie viel Totholz der subalpine Fichtenwald braucht, damit die biologische Vielfalt erhalten bleibt. Dazu wurden die Lebensraumansprüche des Dreizehenspechts, der stark von toten Bäumen abhängt, untersucht. Dieser Specht wurde zudem in früheren ökologischen Untersuchungen als Zeigerart für Merkmale natürlicher Fichtenwälder und hoher Artenvielfalt erkannt. Eine Felduntersuchung in subalpinen Fichtenwäldern der Schweiz und in borealen Nadelwäldern Schwedens hat gezeigt, dass unterhalb eines Schwellenwertes von etwa 20 m3 stehendem Totholz pro ha die Wahrscheinlichkeit, dass der Specht vorkommt, rasch abnimmt. Ganz ähnliche Resultate ergab ein bioenergetisches Modell, das den Energiebedarf des insektenfressenden Spechtes berechnete. Wir empfehlen deshalb, totholzreiche Flächen von der Grösse eines Quadratkilometers sinnvoll in der Waldlandschaft zu verteilen. Diese Fläche sollten mindestens 5 % stehende tote Bäume (>/- 18 m3 ha-1) und insgesamt etwa 9 % Totholz (>/- 33 m3 ha-1 liegend und stehend) haben.