Titel
Sonderherkünfte und Forstpflanzenzüchtung dargestellt am Beispiel der Fichte
Verfasser
Erscheinungsort
Frankfurt am Main
Erscheinungsjahr
1956
Illustrationen
12 Abb., 22 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
5330
Datensatznummer
200108962
Quelle
Abstract
Sonderherkünfte umfassen Erntebestände von besonderem forstwirtschaftlichen Interesse, für die meist Anbauerfahrungen vorliegen. Eine Spezialkontrolle von der Beerntung bis zum Endabnehmer wird gewährleistet. Wenn zudem eine strenge phänotypische Aufnahme erfolgte, kann eine genetische Verbesserung gegenüber dem Gesamtkollektiv vielfach erwartet werden. Der Umfang ist nicht abschätzbar. Er ist nur durch Erbwertprüfungen zu ermitteln. Nachkommenschaftsprüfungen von Sonderherkünften sind als Grundlage für Anbauempfehlungen dringend erforderlich. An Beispielen aus der Arbeit des Hessischen Institutes für Forstpflanzenzüchtung werden Ergebnisse von Modelluntersuchungen an mehreren Fichten-Provenienzversuchen dargelegt. Hierbei konnten Bedeutung und Problematik von Frühdiagnosen behandelt werden. Die Erörterung der Prüfung aller anerkannten Bestände oder der Sonderherkünfte allein oder der Saatgutversorgung aus Samenplantagen führt zu der Konsequenz, daß sowohl arbeitsmäßig als auch im Hinblick auf die Zielsetzung nur eine Überprüfung der Sonderherkünfte möglich und notwendig erscheint. Saatgut aus Samenplantagen kann in absehbarer Zeit bei Baumarten mit hohen Pflanzenbedarf nicht die Erntebestände ersetzen. Dies dürfte jedoch für reichlich fruktifizierende Baumarten mit geringer Bedarfsquote möglich werden.