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  • Titel
    Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der Markstrahlen
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Jena
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1955
  • Illustrationen
    24 Abb., 1 Taf., 33 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einem Buch
  • Standardsignatur
    5167
  • Datensatznummer
    200108897
  • Quelle
  • Abstract
    Bei der Musterung tangentialer Schnittserien erscheinen die Markstrahlen wesentlich wandelbarer, als das der beschränkte Bildausschnitt eines einzelnen Radialschnittes zunächst erkennen läßt. Die einschichtigen Kiefernmarkstrahlen beginnen einzelreihig und entstehen mit fortschreitender Dauer einer Vegetationsperiode in ständig zunehmender Anzahl, wobei in inneren (2.-10.) Jahresringen verhältnismäßig mehr Strahlen sekundär dazu kommen als in äußeren. Die niedrigen sekundären Strahlen erhöhen sich bald durch Teilungen der Markstrahlinitialzellen auf zwei, drei, vier und mehr Zellreihen. Die Teilungen, die sich um die Jahresringgrenze häufen, finden in über vier Zellreihen hohen Markstrahlen in der Regel innerhalb der beiden äußersten oberen und unteren Zellreihen statt. An diesen Rändern übewiegen die Teilungen "tracheidenbürtiger" Initialen, die vor allem zur Vermehrung der tracheidalen Reihen führen. In niedrigeren Strahlen, bei denen die Randförderung der Tracheiden fortfällt, sind die Initialen der Parenchymreihen teilungswilliger als die der tracheidalen. Da auch hier die Vermehrung der tracheidalen Reihen stärker gefördert wird als die der parenchymatischen, nimmt der Anteil der tracheidalen Zellreihen an der Zusammensetzung der Markstrahlen äußerer Jahresringe ständig zu. Von den im Zusammenhang mit den Teilungen zu beobachtenden Umprägungen tracheidaler Reihen in parenchymatische und umgekehrt, die die Determinierung der Markstrahlzellen als verhältnismäßig labil erscheinen lassen, ist der Typ t-p häufiger und oft der Auftakt zu axialer Teilungstätigkeit. Infolge der Erhöhung der Markstrahlen durch Zellteilungen kann es auch zu Verschmelzungen übereinanderliegender Strahlen kommen. Die polymeren Markstrahlen verdanken in der Regel Verschmelzungen ihre Entstehung. Die Vorgänge einer Verringerung der Höhe durch Ausfall einzelner Initialzellen und Aufspaltungen höherer Strahlen durch auswachsende Tracheiden sind sehr selten.